Zusammenfassung
Parallelismus—die ausgewogene und konsistente Verwendung ähnlicher grammatischer Strukturen innerhalb eines Satzes oder einer Reihe—ist eines der mächtigsten, aber am häufigsten vernachlässigten Werkzeuge im akademischen Schreiben. Guter Parallelismus verbessert die Klarheit, stärkt logische Zusammenhänge, erhöht die Lesbarkeit und hebt den Stil wissenschaftlicher Prosa hervor. Fehlerhafter Parallelismus hingegen führt zu unbeholfenen, verwirrenden oder irreführenden Sätzen, die die Überzeugungskraft Ihres Arguments schwächen. Diese Zusammenfassung erklärt, warum parallele Strukturen in Abschlussarbeiten, Dissertationen und Fachartikeln wichtig sind, skizziert, wo Parallelismus besonders bedeutend ist (Listen, korrelative Konjunktionen, Vergleiche und Kontraste) und hebt die grammatikalischen Prinzipien hervor, die notwendig sind, um ihn konsequent anzuwenden.
Der vollständige Artikel bietet einen erweiterten, detaillierten Leitfaden zur Beherrschung des Parallelismus. Er erklärt, wie parallele Strukturen Rhythmus und Betonung verbessern, zeigt, wie man Sätze für eine bessere Ausgewogenheit überarbeitet, untersucht häufige Fehler von Autoren und veranschaulicht die korrekte Anwendung anhand zahlreicher akademischer Beispiele. Da Parallelismus direkt zur Klarheit und Professionalität beiträgt, die im postgradualen Schreiben erwartet werden, verbessert das Verständnis und die Anwendung dieser Prinzipien sowohl die Qualität als auch die Glaubwürdigkeit akademischer Kommunikation erheblich.
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Was ist Parallelismus und warum ist er im akademischen Schreiben so wichtig?
Parallelismus – auch parallele Struktur genannt – ist die wiederholte und ausgewogene Verwendung von Wörtern, Phrasen oder Nebensätzen, die eine ähnliche grammatikalische Form teilen. Er ist eines der wertvollsten strukturellen Werkzeuge für akademische und wissenschaftliche Autoren. Richtig angewendet klärt Parallelismus die Bedeutung, erhöht die Präzision, verbessert den Rhythmus und zeigt eine anspruchsvolle Beherrschung der englischen Syntax. Wird er jedoch vernachlässigt, führt fehlerhafter Parallelismus zu Verwirrung, unterbricht den Fluss und schwächt die logische Kohärenz Ihres Textes.
Parallele Strukturen sind besonders in akademischen Kontexten wichtig, da wissenschaftliche Prosa oft dichte Ideen, komplexe Vergleiche und vielschichtige Listen behandelt. Parallelismus hilft den Lesern, diese Informationen effizienter zu verarbeiten, indem er signalisiert, welche Ideen gleichwertig sind, welche kontrastiert werden und wie die Bestandteile eines Arguments zueinander in Beziehung stehen. Er verleiht auch stilistische Eleganz – ein entscheidender Vorteil bei der Präsentation von Forschung auf Konferenzen, beim Verfassen von Manuskripten für die Veröffentlichung oder beim Formulieren von Thesis-Aussagen und Kapitel-Einleitungen.
Dieser Artikel untersucht das Konzept des Parallelismus eingehend und bietet praktische Anleitungen für dessen effektive Anwendung in akademischen und wissenschaftlichen Texten. Er hebt die Bereiche hervor, in denen parallele Strukturen am wichtigsten sind, zeigt häufige Fehler auf und erklärt, warum die Beherrschung dieses Grammatikaspekts die Klarheit und Professionalität einer Thesis, Dissertation oder eines Fachartikels erheblich verbessert.
1. Verständnis von Parallelismus: Die Grundlage einer ausgewogenen Satzstruktur
Parallelismus bedeutet, sicherzustellen, dass Elemente, die ähnliche Funktionen in einem Satz erfüllen, eine ähnliche grammatikalische Struktur aufweisen. Wenn Sie Substantive auflisten, sollten alle Elemente Substantive sein. Wenn Sie eine Reihe von Verben präsentieren, sollten diese im gleichen Tempus und in der gleichen Form erscheinen. Wenn Sie Nebensätze vergleichen, sollte jede Seite des Vergleichs strukturell äquivalent sein.
Ein klares Beispiel für parallele Strukturen findet sich in diesem Satz:
Parallelität klärt Ideen, verbessert die Lesbarkeit und hebt den professionellen Ton akademischen Schreibens hervor.
Hier folgt jeder Punkt in der Reihe der gleichen Struktur: ein Verb im Präsens gefolgt von einer Nominalphrase.
Parallelismus unterstützt:
- Klarheit – Leser erkennen leicht die Beziehung zwischen den Punkten.
- Kohärenz – Grammatische Symmetrie spiegelt konzeptuelle Symmetrie wider.
- Lesbarkeit – Ausgewogene Strukturen schaffen einen flüssigeren Rhythmus.
- Betonung – Parallelität hebt Schlüsselideen effektiv hervor.
Da akademisches Schreiben oft vielschichtige und komplexe Bedeutungen vermittelt, sorgt Parallelität dafür, dass Komplexität nicht in Verwirrung umschlägt.
2. Parallelismus in Listen und Reihen
Listen – sowohl inline als auch mit Aufzählungszeichen – sind eine der häufigsten Stellen, an denen Parallelität erforderlich ist. Eine gut konstruierte Liste verwendet konsistente grammatische Formen.
Betrachten Sie das folgende Beispiel, das korrekte Parallelität zeigt:
Die Studie untersuchte die Ursachen von Burnout, die Auswirkungen der Arbeitsbelastung und die Wirksamkeit von Bewältigungsstrategien.
Hier verwendet die Liste drei parallele Nominalphrasen ("causes", "impact", "effectiveness"). Vergleichen Sie nun diese fehlerhafte Version:
Die Studie untersuchte die Ursachen von Burnout, wie Arbeitsbelastung Stress beeinflusst und die Wirksamkeit von Bewältigungsstrategien.
Der erste und dritte Punkt sind Nominalphrasen, während der zweite Punkt ein ganzer Satz ist – eine Unstimmigkeit, die den Satz stört.
2.1 Parallelismus in längeren Phrasen und Nebensätzen
Parallelität wird noch wichtiger, wenn Listenelemente lang sind oder mehrere grammatische Bestandteile enthalten. Zum Beispiel:
Ich mag es, morgens zu zeichnen, nachmittags zu schreiben und abends zu lesen.
Jeder Punkt beginnt mit einem Gerundium ("drawing", "writing", "reading"), gefolgt von einer Präpositionalphrase. Dies schafft klare Ausgewogenheit.
Fehlerhafte Parallelität sieht so aus:
Ich zeichne gern morgens, schreibe nachmittags und lese abends.
Jedes Element verwendet eine andere grammatische Struktur – Gerundium, Infinitiv, Nominalphrase – was einen unausgewogenen und verwirrenden Satz erzeugt. Eine korrigierte parallele Version mit Infinitiven wäre:
Ich zeichne gern morgens, schreibe nachmittags und lese abends.
Die Regel: **Wähle ein grammatisches Muster und wende es konsequent auf alle Elemente an.**
3. Parallelismus mit korrelativen Konjunktionen
Korrelative Konjunktionen (gepaarte Konjunktionen wie „sowohl…als auch“, „entweder…oder“, „weder…noch“, „nicht nur…sondern auch“) erfordern strikten Parallelismus. Jede Seite des Paares muss grammatische Elemente desselben Typs einführen.
Korrektes Beispiel:
Parallelismus kann nicht nur einen angenehmen Rhythmus schaffen, sondern auch einen eleganten Stil fördern und logische Verbindungen verstärken.
Nach sowohl „not only“ als auch „but also“ sehen wir übereinstimmende Satzstrukturen: Verb + Objekt.
Fehlerhaftes Beispiel:
Parallelismus kann nicht nur einen angenehmen Rhythmus schaffen, sondern auch einen eleganten Stil und eine überzeugende logische Wirkung.
Die erste Hälfte enthält ein Verb („establish“), aber die zweite Hälfte enthält kein Verb, was ein Ungleichgewicht erzeugt. Eine korrigierte Version setzt das Verb früher:
Parallelismus kann nicht nur einen angenehmen Rhythmus schaffen, sondern auch einen eleganten Stil und eine überzeugende logische Wirkung.
3.1 Wichtige Kongruenzregeln
Korrelative Konjunktionen beeinflussen die Verbkongruenz:
-
Sowohl…als auch verlangt ein Pluralverb.
→ Sowohl Bedeutung als auch Stil werden verbessert. -
Entweder…oder und weder…noch nehmen typischerweise ein Verb, das mit dem Subjekt übereinstimmt, das dem Verb am nächsten steht.
→ Weder Bedeutung noch Stil werden verbessert.
→ Weder Wörter noch Phrasen sind ausgenommen.
Die Beibehaltung paralleler Strukturen verhindert grammatikalische Fehler und stärkt das Leseverständnis.
4. Parallelismus bei Vergleichen und Gegensätzen
Komparative Strukturen mit „than“ oder „as…as“ erfordern ebenfalls Parallelismus, um Mehrdeutigkeiten zu vermeiden.
Korrekte Beispiele:
He is taller than I am.
He is as tall as I am.
Da die Strukturen parallel sind, kann das Verb weggelassen werden:
He is taller than I.
Schreibende produzieren oft fehlerhafte Versionen wie:
He is better at writing sentences than me.
Dies ist falsch, weil „me“ ein Objektpronomen ist, wo ein Subjektpronomen stehen sollte. Ein schneller Test ist, das fehlende Verb wieder einzufügen:
He is better at writing sentences than me am.
Der Fehler wird sofort klar. Korrekt: He is better at writing sentences than I (am).
5. Warum Parallelismus in Abschlussarbeiten, Dissertationen und Fachartikeln wichtig ist
Parallelismus bewirkt mehr als nur ordentliche Sätze – er verbessert die Logik des wissenschaftlichen Schreibens. In umfangreichen Manuskripten verlassen sich Leser auf strukturelle Hinweise, um Ihr Argument zu verstehen. Parallelismus liefert diese Hinweise.
5.1 Verbessert das Leseverständnis
Ausgewogene Strukturen signalisieren, dass Ideen konzeptionell gleichwertig sind. Beim Präsentieren:
- wichtige theoretische Punkte,
- Forschungsfragen,
- methodologische Schritte,
- ergebnisse,
- implikationen,
Parallelismus hilft den Lesern, Ihrem Gedankengang mühelos zu folgen.
5.2 Verbessert akademischen Ton und Stil
Parallele Sätze haben einen natürlichen Rhythmus und Fluss, der das Schreiben professioneller klingen lässt. Diese Geschmeidigkeit kann Ihren Artikel oder Ihre Arbeit von kompetent zu elegant heben.
5.3 Stärkt die Argumentation
Parallelismus verstärkt logische Zusammenhänge. Wenn alle Bestandteile eines Vergleichs oder einer Analyse dieselbe grammatikalische Form haben, werden die konzeptuellen Gegensätze klarer.
5.4 Unterstützt strukturelle Konsistenz
Dissertationen und wissenschaftliche Artikel basieren oft auf Listen von Verfahren, Variablen oder Konzepten. Parallele Strukturen sorgen dafür, dass diese Elemente einheitlich präsentiert werden, was Ihre Methodik leichter verständlich und reproduzierbar macht.
6. Häufige Ursachen fehlerhafter Parallelität
Verfasser von Abschlussarbeiten und Dissertationen machen oft Parallelitätsfehler, weil:
- sie überarbeiten Sätze, ohne die gesamte Struktur zu aktualisieren,
- sie wechseln mitten im Satz zwischen grammatikalischen Formen,
- sie übersetzen Ideen direkt aus einer anderen Sprache mit anderer Syntax,
- sie verwenden Listen in frühen Entwürfen zu lässig,
- sie vergessen, korrelative Konjunktionen beim Bearbeiten anzupassen.
Das Bewusstsein für diese Ursachen hilft Ihnen, Fehler früher im Überarbeitungsprozess zu erkennen.
7. Strategien zur Erreichung starker Parallelität
7.1 Muster erkennen
Wenn Sie mit einer Liste oder Reihe arbeiten, identifizieren Sie die grammatikalische Form des ersten Elements – Substantiv, Infinitiv, Gerundium, Satz – und passen Sie jedes nachfolgende Element entsprechend an.
7.2 Parallele Struktur während des Entwurfs verwenden
Parallelismus ist leichter zu erhalten, wenn Sie ihn von Anfang an anwenden. Schreiben Sie beim Gliedern Überschriften, Unterüberschriften und Aufzählungspunkte mit paralleler Grammatik.
7.3 Ganze Sätze überarbeiten, nicht nur Teile
Wenn Sie ein Verb oder eine Phrase innerhalb einer parallelen Reihe ändern, passen Sie die übrigen Elemente an, um das Gleichgewicht zu wahren.
7.4 Laut lesen für Rhythmus
Parallele Struktur erzeugt flüssige, rhythmische Prosa. Wenn sich eine Reihe laut klobig anfühlt, kann eine Unstimmigkeit vorliegen.
7.5 Vorlagen für Methodikabschnitte verwenden
Wissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Methoden bestehen oft aus Verfahrensschritten. Die Verwendung wiederholter grammatikalischer Formen – „Erstens haben wir gemessen… Zweitens haben wir analysiert… Drittens haben wir validiert…“ – stärkt die Klarheit.
7.6 Professionelles Korrekturlesen bei Bedarf einsetzen
Erfahrene akademische Korrekturleser erkennen fehlerhaften Parallelismus schnell und können dazu beitragen, dass Ihr Schreiben den Erwartungen von Prüfern, Betreuern und Zeitschriftenredakteuren entspricht. Professionelle Unterstützung ist besonders wertvoll für mehrsprachige Autoren und für Autoren, die ein Manuskript zur Veröffentlichung vorbereiten. Ein qualifizierter Korrekturleser kann das gesamte Dokument auf Grammatik, Struktur und Konsistenz überprüfen und erkennt auch Probleme mit Klarheit, Ton und akademischem Stil – nicht nur oberflächliche Fehler.
Wenn Sie sich bei Satzstruktur, Parallelismus oder allgemeiner Klarheit unsicher fühlen, sollten Sie einen spezialisierten Service wie dissertation proofreading oder manuscript editing services in Betracht ziehen. Diese Dienste bieten fachkundige Unterstützung, die auf akademisches Schreiben zugeschnitten ist, und können die Qualität und Professionalität Ihrer Abschlussarbeit, Dissertation oder Ihres Fachzeitschriftenartikels erheblich verbessern.
Weit davon entfernt, „die Arbeit für Sie zu erledigen“, helfen professionelle Korrekturleser dabei, Ihre eigene wissenschaftliche Stimme zu verfeinern, indem sie Ablenkungen entfernen, Probleme mit paralleler Struktur beheben, grammatikalische Inkonsistenzen korrigieren und sicherstellen, dass Ihre Aussage präzise kommuniziert wird.
Fazit: Parallelismus ist Präzision
Parallelismus ist weit mehr als ein stilistisches Mittel – er ist ein grundlegendes Werkzeug, um Ideen in der akademischen Schreibweise klar, kohärent und überzeugend auszudrücken. Ob Sie Forschungsziele auflisten, korrelative Strukturen konstruieren, Variablen vergleichen oder Ihre Methodik skizzieren, konsistente grammatikalische Muster helfen Ihren Lesern, Ihrem Denken zu folgen und die Strenge Ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu schätzen.
Indem Sie beim Entwurf und der Überarbeitung auf Parallelismus achten, verbessern Sie die Klarheit Ihres Schreibens, stärken Ihre Argumente und erzeugen Prosa, die den hohen Standards entspricht, die in Abschlussarbeiten, Dissertationen und Fachzeitschriften erwartet werden. Die Beherrschung der parallelen Struktur verbessert nicht nur Ihr aktuelles Projekt, sondern hebt auch Ihre langfristigen akademischen Kommunikationsfähigkeiten.