How To Identify Predatory Journals & Suspect Publishing Practices

Wie man räuberische Zeitschriften und verdächtige Publikationspraktiken erkennt

Jan 20, 2025Rene Tetzner

Zusammenfassung

Räuberische Zeitschriften imitieren Legitimität, überspringen jedoch echte Peer-Review, Transparenz und Ethik – mit Risiko für Karriere, verlorene Rechte/Mittel, schlechte Auffindbarkeit und wissenschaftlichen Schaden. Vor der Einreichung führen Sie eine schnelle 10-Punkte-Diagnose durch: Passung/Scope, klare Peer-Review-Beschreibung, renommiertes Editorial Board, überprüfbare Indexierung, Archivierung/DOIs, transparente APCs und Waiver, veröffentlichte Ethikrichtlinien, professionelle Webseite, echte Kontaktdaten und kein spamartiger Druck.

Warnsignale: Versprechen von Schnelligkeit/Garantie der Annahme; vage/schwankende Gebühren; nicht überprüfbares Board; gefälschte Metriken/Abzeichen; fehlerhafte, Autoren ködernde Seiten; undurchsichtige Richtlinien. Validieren Sie über ISSN/Verlag-Checks, direkte Suche in Indizes (DOAJ/Scopus/WoS), Bestätigung von Archivierung und Crossref DOIs, Prüfung aktueller Artikel und präzise Fragen per E-Mail.

Legitimer OA vs. räuberisch: transparente Begutachtung, klare APC/Waiver, überprüfbare Indexierung, veröffentlichter Widerruf/Ethik, professionelle Seite – versus Garantien, versteckte Gebühren, gefälschte Listen, fehlende Richtlinien. Wenn Sie bereits eingereicht haben: Zahlung pausieren, Begutachtungen anfordern, schriftlich zurückziehen, Co-Autoren informieren und Kontext für zukünftige Einreichungen dokumentieren. Ein 10-minütiger Due-Diligence-Workflow und gebrauchsfertige E-Mail-Vorlagen helfen Ihnen, sicher abzulehnen, zu klären oder zurückzuziehen.

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Wie man Raubjournale & verdächtige Publikationspraktiken erkennt

Schnelle Veröffentlichung, minimale Überarbeitung, garantierte Annahme – wenn eine Zeitschrift all dies verspricht, bevor sie Ihr Manuskript gesehen hat, seien Sie vorsichtig. Seriöse akademische Zeitschriften halten strenge redaktionelle und ethische Standards ein, einschließlich unabhängiger Begutachtung, transparenter Richtlinien und professioneller Produktion. Raub- oder Pseudo-Zeitschriften ahmen das Erscheinungsbild legitimer Anbieter nach, umgehen jedoch diese Schutzmaßnahmen und gefährden so Ihren Ruf, die Wirkung Ihrer Forschung und zukünftige Fördermittel.

Dieser praktische Leitfaden erklärt, wie man Raubjournale erkennt, welche Warnsignale zu beachten sind und wie man eine Zeitschrift vor der Einreichung überprüft. Er enthält eine prägnante Checkliste, Beispiele irreführender Behauptungen und vorformulierte E-Mail-Vorlagen, um verdächtige Einladungen abzulehnen.


Warum Raubjournale ein ernstes Problem sind

  • Karriereschäden: Veröffentlichungen in unseriösen Publikationen zählen möglicherweise nicht für Beförderungen, Förderungen oder Bewertungsübungen und können formelle Untersuchungen auslösen.
  • Verlust von Rechten und Mitteln: Einige Anbieter verlangen nicht offengelegte Gebühren oder fordern Urheberrechtsübertragungen ohne echte redaktionelle Leistungen.
  • Geringe Auffindbarkeit: Artikel fehlen oft in glaubwürdigen Indizes, was zu weniger Lesern und Zitierungen führt.
  • Wissenschaftlicher Schaden: Fehlende oder oberflächliche Begutachtung lässt Fehler – oder Fehlverhalten – unbemerkt in die Literatur gelangen.

Eine schnelle Diagnose-Checkliste (vor der Einreichung verwenden)

Beantworten Sie diese Fragen ehrlich. Mehrere „Nein“ oder „Unsicher“-Antworten sind Warnzeichen.

  1. Umfang & Passung: Passt die Zeitschrift klar zu Ihrem Thema und Ihrer Methodik, wie durch aktuelle Ausgaben gezeigt?
  2. Transparente Begutachtung: Werden der Begutachtungsprozess, durchschnittliche Zeitrahmen und Kriterien detailliert beschrieben (nicht nur Schlagworte)?
  3. Redaktionelle Leitung: Sind der Chefredakteur und die Vorstandsmitglieder im Fach anerkannt und mit nachvollziehbaren institutionellen Zugehörigkeiten?
  4. Indexierungsansprüche: Werden Indexierungsdienste genau und überprüfbar genannt (z. B. DOAJ, Scopus, Web of Science)?
  5. Archivierung & Erhaltung: Gibt die Seite eine Langzeitarchivierungsrichtlinie an (z. B. CLOCKSS/Portico) und die DOI-Vergabe?
  6. Autorenhonorare (APCs): Sind die Gebühren klar angegeben, werden sie nur bei Annahme erhoben und gibt es eine Erlassregelung?
  7. Ethikrichtlinien: Sind Plagiat, COI, Ethik bei Human-/Tierforschung, Datenaustausch und Rücknahmerichtlinien veröffentlicht?
  8. Qualität der Website: Ist die Seite professionell, konsistent und frei von offensichtlichen Sprachfehlern und defekten Links?
  9. Kontaktdaten: Gibt es eine physische Adresse, die mit institutionellen Verzeichnissen übereinstimmt und nicht nur ein Webformular oder eine generische E-Mail?
  10. Einladungston: Wurden Sie mit Schmeicheleien zugespamt oder unter Druck gesetzt, dringend einzureichen oder als Gasteditor zu fungieren?

Warnsignale auf einer Zeitschriften-Website

Raubtierzeitschriften verraten sich oft durch ihre eigenen Inhalte. Lesen Sie jede Seite und folgen Sie jedem Link.

1) Versprechen von Schnelligkeit & Sicherheit

  • „48-Stunden-Peer-Review“, „garantierte Annahme“ oder „nächste Woche veröffentlichen“, bevor ein Herausgeber Ihr Papier gesehen hat.
  • Unrealistische „Begutachtungs“-Fristen (z. B. zwei Tage), die keine echte Bewertung ermöglichen.

2) Unklare oder wechselnde Gebühren

  • APCs werden nicht im Voraus angegeben, oder überraschende „Einreichungs“- und „Bearbeitungs“-Gebühren werden unabhängig von der Annahme verlangt.
  • Sehr niedrige Gebühren als Köder oder sehr hohe Gebühren ohne Wertbegründung (z. B. kein Korrektorat, kein Satz).

3) Unsichtbarer oder fragwürdiger Herausgeberbeirat

  • Namen im Beirat ohne Zugehörigkeiten, gefälschte Fotos oder aufgeführte Wissenschaftler, die eine Beteiligung bestreiten.
  • Herausgeber, deren Fachwissen nicht zum Zeitschriftenumfang passt oder die in Hunderten von Schwesterpublikationen auftauchen.

4) Übertriebene oder erfundene Metriken

  • Verweise auf gefälschte Indikatoren (z. B. „Universal Impact Factor“, „SJIF“, „Cosmos IF“) oder Missbrauch bekannter Metriken.
  • Logos von Indexierungsdatenbanken, die die Zeitschrift tatsächlich nicht enthalten.

5) Minderwertige Website & autorzentrierte Botschaften

  • Schlechte Grammatik, Tippfehler, inkonsistente Formatierung und fehlerhafte Navigation.
  • Startseite, die sich auf die Rekrutierung von Autoren oder APCs konzentriert, anstatt Leser, Artikel und Gemeinschaften hervorzuheben.

6) Undurchsichtige Richtlinien

  • Keine Rücknahme-/Widerrufspolitik, keine Plagiatsprüfung, keine COI- oder Ethik-Erklärungen.
  • Urheberrechtsübertragung, die ungewöhnlich weitreichende Rechte ohne klare Lizenzierung überträgt (z. B. keine Creative Commons-Details für OA).

Wie man eine Zeitschrift validiert (Schritt für Schritt)

Schritt A: Überprüfen Sie die Grundlagen

  • ISSN: Prüfen Sie, ob die Print-/Online-ISSN auf den Seiten übereinstimmt. Googeln Sie die ISSN, um zu sehen, ob sie zum gleichen Titel und Verlag gehört.
  • Verlagsidentität: Suchen Sie nach einem rechtlichen Namen und einer physischen Adresse. Überprüfen Sie diese Adresse, um sicherzustellen, dass es sich um ein Büro und nicht um einen Postfachdienst handelt.
  • Redaktions-E-Mail-Domains: Institutionelle oder Verlagsdomains ("@university.edu"/"@publisher.com") sind vertrauenswürdiger als Wegwerf-E-Mails.

Schritt B: Überprüfen Sie Indexierungs- & Archivierungsangaben

  • Gehen Sie direkt zum Index (z. B. DOAJ, Scopus, Web of Science) und suchen Sie nach dem Zeitschriftentitel oder ISSN. Verlassen Sie sich nicht auf ein Badge auf der Zeitschriftenwebsite.
  • Überprüfen Sie Archivierungserklärungen für CLOCKSS/Portico und verifizieren Sie diese auf den öffentlichen Listen dieser Dienste.
  • Bestätigen Sie, dass DOIs über Crossref korrekt aufgelöst werden und dass die Artikeldaten vollständig und konsistent erscheinen.

Schritt C: Beurteilen Sie das Herausgebergremium

  • Klicken Sie auf die institutionellen Profile oder ORCID-Datensätze der genannten Herausgeber. Führen sie diese Zeitschrift auf?
  • Überfliegen Sie aktuelle Ausgaben: Veröffentlichen Autoren/Redakteure ungewöhnlich oft in ihrer eigenen Zeitschrift?

Schritt D: Kürzlich erschienene Artikel kritisch lesen

  • Sind Methoden, Daten und Referenzen in Ihrem Fachgebiet von veröffentlichungswürdiger Qualität?
  • Ist das Format professionell (einheitliche Überschriften, Abbildungsqualität, Seitennummerierung, Literaturverzeichnis)?
  • Gibt es offensichtliche sprachliche oder statistische Fehler, die die Peer Review hätte erkennen müssen?

Schritt E: E-Mail an das Büro

  • Stellen Sie spezifische Fragen: durchschnittliche Zeit bis zur ersten Entscheidung, typische Anzahl der Gutachter, Verzichtspolitik, Rücknahmeverfahren, Archivierungspartner.
  • Bewerten Sie die Antwort: professioneller Ton, konkrete Antworten und Bereitschaft zur Bereitstellung von Dokumentationen.

Häufige Taktiken, die Raubzeitschriften verwenden

  • Spam-Einladungen: Massen-E-Mails, die Ihr „kürzliches Paper“ loben, ohne es zu benennen; dringende Aufforderungen zur Einreichung oder zur Gastredaktion einer Sonderausgabe.
  • Köder-und-Wechsel-Gebühren: Anfangs kostenlose oder niedrige APCs, gefolgt von zusätzlichen "Layout-", "Farbbild-" oder "Schnellbearbeitungs"-Gebühren.
  • Klontitel: Namen, die seriösen Zeitschriften stark ähneln, um zu täuschen („International Journal of Advanced… Research & Studies“).
  • Massive Portfolioerweiterung: Dutzende neuer Zeitschriften aus nicht verwandten Fachgebieten werden gleichzeitig gestartet.
  • Sofortige Annahme: Entscheidungs-E-Mails innerhalb von 24–72 Stunden, die eine Rechnung enthalten, bevor Peer-Review-Berichte bereitgestellt werden.

Legitimer Open Access vs. Raubverlag: Wichtige Unterschiede

Merkmal Legitime OA-Zeitschrift Raub-/Pseudo-Zeitschrift
Peer Review Transparent beschrieben; realistische Anzahl der Gutachter und Zeitpläne Vage oder garantierte Annahme; ultraschnelle Bearbeitung
APC-Richtlinie Klare Gebühr offengelegt; bei Annahme erhoben; Erlassregelung verfügbar Versteckte oder wechselnde Gebühren; bei Einreichung erhoben; Überraschungsrechnungen
Redaktionsteam Erkennbare Wissenschaftler; Zugehörigkeiten überprüfbar Unbekannte Namen; nicht überprüfbare oder missbräuchlich verwendete Identitäten
Indexierung In benannten Datenbanken verifizierbar; DOIs funktionieren korrekt Gefälschte Abzeichen; Behauptungen, die nicht verifizierbar sind
Richtlinien Veröffentlichte Richtlinien zu Rücknahme, Ethik, Interessenkonflikten und Archivierung Fehlende oder widersprüchliche Richtlinien
Website-Qualität Professionell, leserorientiert, konsistent Fehlerhaft, Autorenfang, defekte Links

Was zu tun ist, wenn Sie bereits eingereicht haben

  • Zahlung aussetzen: Zahlen Sie keine unerwarteten Gebühren. Fordern Sie eine Kopie der Gutachterberichte und des Annahmebescheids an.
  • Formell zurückziehen: Wenn Sie sich unwohl fühlen, senden Sie eine klare Rückzugsanfrage und bewahren Sie eine zeitgestempelte Kopie der Nachricht auf.
  • Zukünftige Einreichungen schützen: Wenn der Artikel öffentlich ohne DOIs oder ordnungsgemäße Annahme veröffentlicht wurde, erklären Sie den Kontext in Anschreiben an legitime Zeitschriften.
  • Informieren Sie Co-Autoren & Betreuer: Transparenz verhindert doppelte Einreichungen und ethische Komplikationen.

E-Mail-Vorlagen, die Sie verwenden können

1) Ablehnung einer verdächtigen Einladung

Sehr geehrte Redaktion,
Vielen Dank für Ihre Einladung. Nach Durchsicht der Website und Richtlinien der Zeitschrift habe ich mich entschieden, nicht einzureichen. Ich bevorzuge Publikationsorte mit transparentem Peer-Review, Indexierungsüberprüfung sowie veröffentlichten Ethik- und Archivierungspolitiken. Mit freundlichen Grüßen,

2) Klärung anfordern vor der Einreichung

Sehr geehrte Redaktion,
Bevor ich eine Einreichung in Betracht ziehe, könnten Sie bitte bestätigen: (1) durchschnittliche Zeit bis zur ersten Entscheidung und die Anzahl der Gutachter; (2) die genaue APC- und Verzichtspolitik; (3) Indexierungsdienste, bei denen die Zeitschrift derzeit gelistet ist; (4) die Rücknahme- und Archivierungspolitik; und (5) DOI-Registrierungsanbieter. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

3) Formeller Rückzug

Sehr geehrte Redaktion,
Bitte betrachten Sie dies als formelle Aufforderung, mein Manuskript [Title, Authors, Date Submitted] zurückzuziehen. Ich werde die Veröffentlichung in Ihrer Zeitschrift nicht weiterverfolgen. Bitte bestätigen Sie den Rückzug schriftlich. Mit freundlichen Grüßen,


Due-Diligence-Arbeitsablauf (10 gut investierte Minuten)

  1. Überfliegen Sie aktuelle Ausgaben: Passt Ihr Thema wirklich? Sind die Artikel glaubwürdig?
  2. Öffnen Sie die Seiten „About“, „Editorial Board“, „Instructions for Authors“ und „Policies“.
  3. Suchen Sie die Zeitschrift in anerkannten Indizes nach Titel/ISSN; überprüfen Sie DOIs über Crossref.
  4. Suchen Sie den Chefredakteur und zwei Vorstandsmitglieder bei Google; prüfen Sie institutionelle Einträge.
  5. Lesen Sie eine Artikel-PDF von Anfang bis Ende; beurteilen Sie die Qualität der Bearbeitung und der Literaturverweise.
  6. Senden Sie eine präzise Frage per E-Mail (z. B. zur Rücknahmepolitik) und bewerten Sie die Antwort.

Häufig gestellte Fragen

F: Ein Kollege hatte ein Paper in 72 Stunden akzeptiert. Ist das immer schlecht?
Nicht immer — einige Zeitschriften beschleunigen Kurzmitteilungen oder Replikationen. Echter Fast-Track beinhaltet jedoch immer dokumentiertes Peer-Review. Wenn keine Gutachterberichte vorliegen, ist Vorsicht geboten.

F: Die Zeitschrift sagt, sie sei „überall indexiert“. Wie überprüfe ich das?
Gehen Sie direkt zum Index und suchen Sie die Zeitschrift oder ISSN. Wenn Sie sie dort nicht finden, ist die Behauptung unzuverlässig.

F: Sind alle neuen Zeitschriften verdächtig?
Nein. Jährlich werden viele ausgezeichnete neue Zeitschriften gegründet. Der Unterschied ist Transparenz: echte Zeitschriften listen qualifizierte Herausgeber, beschreiben das Peer-Review klar und veröffentlichen von Anfang an kohärente Richtlinien.


Abschließende Gedanken

Raubzeitschriften leben von Dringlichkeit, Undurchsichtigkeit und Schmeichelei. Verlangsamen Sie die Entscheidung, überprüfen Sie jede Behauptung und priorisieren Sie Publikationsorte, die das wissenschaftliche Archiv schützen. Mit einem strukturierten Due-Diligence-Prozess — Überprüfung von Umfang, Herausgebern, Indexierung, Gebühren und Richtlinien — können Sie kostspielige Fehler vermeiden und Ihre Arbeit dort platzieren, wo sie gelesen, vertraut und zitiert wird.

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