Avoiding the Abstract in Scholarly Abstracts, Academic and Scientific Writing Help

Vermeidung des Abstrakten in wissenschaftlichen Abstracts, akademische und wissenschaftliche Schreibhilfe

Mar 05, 2025Rene Tetzner

Zusammenfassung

Großartige Abstracts sind nicht abstrakt. Selbst bei hochtheoretischen Arbeiten verankern die besten wissenschaftlichen Abstracts Ideen in konkreten Details—Objekt, Daten, Methode, Stichprobe, Setting, Schlüsselergebnis und spezifische Implikation—damit Herausgeber und Leser die Relevanz in Sekunden beurteilen können.

Wie man es macht: Schreiben Sie nach einer straffen Struktur (Kontext → Ziel → Methode → Ergebnis → Schlussfolgerung); bevorzugen Sie messbare Substantive und Aktionsverben; fügen Sie Zahlen, Einheiten und Eigennamen ein, wo erlaubt; minimieren oder definieren Sie Fachjargon kurz; vermeiden Sie nicht standardisierte Abkürzungen; und ersetzen Sie große, vage Behauptungen durch eine präzise, überprüfbare Erkenntnis.

Was zu vermeiden ist: vage Verallgemeinerungen, unbegründete Versprechen, undefinierte Akronyme und Synonymwechsel. Verwenden Sie einen 7-Schritte-Workflow (lang entwerfen → komprimieren → quantifizieren → Fachjargon entfernen → Abschwächungen kürzen → Zeitschriftenregeln prüfen → Metadaten Korrektur lesen) und eine abschließende Checkliste, um Klarheit und Regelkonformität sicherzustellen.

Fazit: Konkrete Abstracts verbreiten sich weiter—sie sind leichter zu indexieren, leichter zu begutachten und erzielen deutlich mehr Klicks, Lesungen und Zitationen.

📖 Vollständige Länge (Zum Einklappen klicken)

Das Abstract in wissenschaftlichen Abstracts vermeiden: Konkretes Schreiben, das veröffentlicht und zitiert wird

Paradoxon: Viel Forschung ist konzeptionell, doch die besten Abstracts sind konkret. Herausgeber, Gutachter, Indexer und Suchmaschinen belohnen kein Rätselraten; sie belohnen Klarheit, Spezifität und Überprüfbarkeit. Dieser Leitfaden zeigt, wie man vage Allgemeinplätze durch klare, zählbare Details ersetzt—ohne theoretische Arbeit falsch darzustellen.


1) Warum "Konkretes" gewinnt (auch bei theorieintensiven Arbeiten)

Abstracts sind keine Teaser; sie sind Entscheidungshilfen. In 150–300 Wörtern muss ein Leser entscheiden, ob er Zeit in Ihr Paper investieren, es Studenten zuweisen, in einer Übersicht zitieren oder direkt ablehnen soll. Konkrete Informationen—Objekt, Population, Methode, Datensatz, analytische Perspektive, Effektgröße, Unsicherheit und Konsequenz—ermöglichen diese Entscheidungen schnell und fair. Im Gegensatz dazu zwingen abstrakte Behauptungen ("wir untersuchen", "wir diskutieren", "wir liefern Einblicke") die Leser zum Raten.

Vage: „Wir untersuchen die Auswirkungen algorithmischer Transparenz auf die Gesellschaft.“
Konkret: „Wir analysieren 1.284 Moderationsentscheidungen einer europäischen sozialen Plattform (Jan–Jun 2024) und zeigen, dass das Hinzufügen von Begründungen pro Beitrag die Erfolgsquote bei Nutzerbeschwerden um 18 % (95 % CI 12–25 %) erhöhte.“

Selbst in Philosophie oder Theorie können Sie das Abstrakte an Objekten (Texte, Autoren, Korpora), Schritten (unterscheiden, formalisieren, erweitern, widerlegen) und Ergebnissen (eine neue Definition, ein Beweis, eine Typologie, eine normative Behauptung und deren Konsequenz) festmachen.


2) Eine robuste Abstract-Struktur (fachübergreifend anwendbar)

Verwenden Sie den folgenden fünfteiligen Rahmen und passen Sie die Überschriften an den Stil und das Wortlimit Ihrer Zielzeitschrift an:

  1. Kontext/Lücke (1–2 Sätze): Ein Satz zum Hintergrund des Fachgebiets + die genaue Lücke oder das Problem.
  2. Ziel/Aussage (1 Satz): Die Hauptforschungsfrage oder These in einfachen Worten.
  3. Methode/Materialien (1–3 Sätze): Design, Daten, Setting, Zeitraum, analytischer Ansatz; Zahlen und Einheiten angeben.
  4. Ergebnisse/Befunde (2–3 Sätze): Das wichtigste Ergebnis + zentrale Nebenergebnisse; quantifizieren und qualifizieren Sie Unsicherheiten.
  5. Fazit/Implikation (1–2 Sätze): Was sich durch diese Arbeit ändert (Theorie, Methode, Politik, Praxis), mit Geltungsbereich.
Tipp: Entwerfen Sie jeden Teil zunächst als eigenständigen Satz. Komprimieren Sie dann, entfernen Sie Redundanzen und prüfen Sie, ob ein Leser ohne Fachkenntnisse die Frage „Was wurde getan, womit und was ist passiert?“ beantworten kann.

3) Abstraktionen verdienen ihren Platz

Einige Konzepte sind von Natur aus abstrakt (z. B. Modalität, Gerechtigkeit, Bewusstsein). Behalten Sie sie bei, aber verankern Sie sie an konkreten Beispielen:

  • Spezifizieren Sie das Objekt: „Wir untersuchen das Rawls’sche Differenzprinzip in Pandemie-Triage-Richtlinien (UK, 2020–2022).“
  • Nennen Sie den Schritt: „Wir formalisieren die Intuition mithilfe der modalen Logik S5.“
  • Geben Sie das Ergebnis an: „Wir schlagen einen drei-teiligen Test vor und wenden ihn auf zwei Gerichtsurteile an.“
Abstrakt + konkret: „Wir erweitern den Begriff der epistemischen Ungerechtigkeit, indem wir 62 Protokolle von Ethikkommissionen biomedizinischer Studien analysieren und drei wiederkehrende testimonial-gatekeeping Praktiken identifizieren.“

4) Sprache, die Informationen vermittelt

Schwach/Abstrakt Stärker/Konkret Warum es besser ist
„Wir erforschen,“ „wir diskutieren,“ „wir geben Einblicke“ „Wir testen,“ „wir schätzen,“ „wir leiten ab,“ „wir vergleichen,“ „wir formalisieren“ Nennt eine Methodenaktion, die Sie tatsächlich durchgeführt haben.
„Großer Datensatz,“ „signifikanter Effekt“ „n=14.203 Kommentare (2019–2024),“ „β=0,37, p<.001, ΔR²=.09“ Quantifiziert Umfang und Ausmaß.
„Verbesserte Ergebnisse“ „30-Tage-Wiederaufnahmen sanken von 16,2% auf 12,1%“ Gibt Metrik, Basiswert und Veränderung an.
„Verschiedene Methoden“ „Pre-registered RCT; mixed-effects logistic regression; thematic analysis (Braun & Clarke)“ Klärt den Ansatz für Gutachter und Indexierer.
Bevorzugen Sie messbare Substantive: Rate, Anteil, Genauigkeit, Durchsatz, Inferenzzeit, Kappa. Kombinieren Sie mit Einheiten (ms, °C, km, μg/m³) und Bereichen (95% CI).

5) Fachjargon, Akronyme und Abkürzungen: Sparsam verwenden, einmal definieren

Abstracts haben keinen Platz für Entschlüsselungspuzzles. Wenn fachspezifische Begriffe unerlässlich sind, fügen Sie beim ersten Auftreten eine fünf-Wort-Erklärung hinzu. Vermeiden Sie nicht standardisierte Abkürzungen; wenn unvermeidbar, bevorzugen Sie den vollständigen Begriff, es sei denn, die Zeitschrift erlaubt „Begriff (Abk.)“ bei der ersten Verwendung.

Nicht tun: „Wir haben ein CNN auf HRCT trainiert und mit einem GRU bei COPD verglichen.“
Tun Sie: „Wir haben ein convolutional neural network (CNN) auf hochauflösenden CT-Brustscans trainiert und mit einem gated recurrent unit (GRU)-Modell zur COPD-Klassifikation verglichen.“

Fragen Sie: „Was kostet mehr Wörter – den Begriff zu schreiben oder die Abkürzung zu definieren?“ Wählen Sie die kürzere Gesamtvariante.


6) Zahlen sind Ihre Freunde (und Ihre Filter)

Redakteure prüfen Umfang und Glaubwürdigkeitssignale. Geben Sie genau genug Numerik an, um Ihre Behauptungen zu untermauern:

  • Design/Umfang: n, Stichprobenrahmen, Jahre, Standorte.
  • Schlüsselergebnis: Effekt-Richtung + Größe + Unsicherheit (CI oder SE), wo sinnvoll.
  • Grenzen: Power, Generalisierbarkeit oder Domänenbeschränkungen in einem Satz.
Kompakte Quantifizierung: „Über 12 ICUs (2018–2023; 48.219 Aufnahmen) reduzierte frühe Mobilisierung die ICU-Verweildauer um 0,6 Tage (95 % CI 0,4–0,8).“

7) Vorlagen, die Sie wiederverwenden können

Empirische (quantitative) Vorlage

Hintergrund: Postoperative Komplikationen erhöhen Kosten und Mortalität, aber Risikowerkzeuge schneiden in Echtzeit schlecht ab. Ziel: Bewertung eines Risikoscores am Krankenbett anhand routinemäßig erfasster Vitalwerte. Methoden: Wir analysierten 22.741 Operationen bei Erwachsenen in zwei Krankenhäusern (2019–2024) und trainierten ein gradientenverstärktes Modell mit Vitaldaten auf Minutenbasis; die Leistung wurde mittels AUROC mit 10-facher Kreuzvalidierung bewertet. Ergebnisse: Der Score erreichte eine AUROC von 0,81 (95 % CI 0,79–0,83) und übertraf NEWS2 (0,73, p<.001). Schlussfolgerung: Echtzeit-Vitalwerte ermöglichen eine bessere Risikostratifizierung; eine externe Validierung ist im Gange.“

Qualitative Vorlage

„Wir führten 42 halbstrukturierte Interviews mit Fachpflegekräften in zwei deutschen Bundesländern (2023) durch, um Barrieren bei der digitalen Dokumentation zu untersuchen. Die thematische Analyse identifizierte drei standortübergreifende Barrieren – Gerätemangel, Authentifizierungsprobleme und unklare Richtlinien – sowie zwei förderliche Praktiken (Peer Shadowing; Stations-Champions). Die Ergebnisse informieren eine praktische Implementierungs-Checkliste.“

Theorie/Konzeptvorlage

„Dieses Papier unterscheidet prädiktive von diagnostischer Fairness in der KI-Triage und argumentiert, dass eine Vermischung zu politischen Fehlern führt. Wir formalisieren die Unterscheidung, zeigen einen Konflikt anhand eines stilisierten Allokationsmodells und schlagen ein Lösungskriterium für die Notfallversorgung vor. Der Rahmen klärt aktuelle regulatorische Debatten.“

8) Vorher → Nachher: Konkrete Reparaturen

VORHER (abstrakt, vage)
Wir diskutieren Nachhaltigkeit im urbanen Design und bieten Einblicke für die zukünftige Praxis.

NACHHER (konkret, spezifisch)
Wir analysieren 187 kommunale Planungsdokumente (2015–2024) aus sechs britischen Städten und identifizieren drei durchsetzbare Nachhaltigkeitshebel – Materialprüfungen, Wasserverbrauchsobergrenzen und vor Ort PV-Quoten – die mit 9–14 % Reduktionen der projizierten Lebenszyklus-CO₂e verbunden sind.
VORHER
Unsere Methode verbessert die Genauigkeit signifikant bei mehreren Datensätzen.

NACHHER
Bei CIFAR-10, CIFAR-100 und Tiny-ImageNet verbessert unsere Methode die Top-1-Genauigkeit um 2,8–4,3 Punkte gegenüber einem ResNet-50-Basismodell mit denselben FLOPs.

9) Wortökonomie: Mehr mit weniger Worten sagen

  • Füllverben eliminieren: „es ist wichtig zu beachten, dass“ ersetzen durch „bemerkenswerterweise,“ oder löschen.
  • Singular und spezifische Substantive bevorzugen: „policy ban“ statt „policy action.“
  • Redundanzen zusammenfassen: „jeder und alle“ → „jeder.“
  • Doppelpunkt-Logik verwenden: „Wir finden:“ + Ergebnis (für Journale, die Doppelpunkte im Abstract erlauben).
  • Belege bündeln: „(n=312; AUROC 0.79)“ parenthetische Zahlen sparen Wörter, wenn erlaubt.

10) Fachbereichsnotizen (Philosophie, Mathematik, Recht, Geisteswissenschaften)

Philosophie/Theorie: Nennen Sie die Frage, den Schritt und die Folgerung. Verankern Sie an Texten, Argumenten oder Fällen. Vermeiden Sie „wir untersuchen…“, es sei denn, Sie spezifizieren was und wie.

Mathematik: Objektklasse und Ergebnistyp angeben: „Wir beweisen Existenz und Eindeutigkeit für … unter L¹-Randbedingungen und liefern ein Gegenbeispiel für …“.

Recht: Zuständigkeit, Zeitraum, Quellen und dogmatischen Beitrag angeben: „Analyse von 73 EuGH-Entscheidungen (2016–2024)…“

Geschichte/Literatur: Archiv/Korpus, Zeitraum und Methode benennen: „Close-reading 312 Briefe (1890–1893) aus dem X-Archiv…“


11) Der 7-Schritte-Abstract-Workflow

  1. Langfassung (250–300 Wörter) entwerfen mit der fünfteiligen Struktur. Keine Selbstzensur.
  2. Konkretes unterstreichen: Daten, Methode, Skala, Zeitraum, benannte Objekte. Fehlendes ergänzen.
  3. Quantifizieren: n, Einheiten, Effektgrößen oder Namen der Ergebnisse einfügen.
  4. Fachjargon entfernen: Fachbegriffe austauschen oder erläutern; nicht standardisierte Abkürzungen entfernen.
  5. Auf Limit komprimieren (z. B. 150/200/250 Wörter). Unsicherheiten löschen, ein zentrales Ergebnis behalten.
  6. Journal-Regeln einhalten: Struktur, Wort-/Zeichenbegrenzungen, Studienregistrierung, Schlüsselwörter, Finanzierungsangaben.
  7. Metadaten prüfen: Titel, Schlüsselwörter, Autorenreihenfolge, Zugehörigkeiten; sicherstellen, dass der Abstract-Text dem tatsächlichen Inhalt des Papiers entspricht.

12) Keywords und Auffindbarkeit (ohne Manipulation)

Wählen Sie 5–8 Keywords, nach denen Ihre Zielgruppe tatsächlich sucht. Spiegeln Sie wichtige Begriffe, die bereits im Abstract vorkommen, um die Indexierung zu stärken (vermeiden Sie jedoch umständliche Wiederholungen). Kombinieren Sie einen spezifischen Begriff mit einem allgemeineren: „preregistration; clinical trials; outcome switching; research integrity; bias“.

Tipp: Wenn die Zeitschrift strukturierte Abstracts unterstützt, verwenden Sie die Unterüberschriften—das erhöht die Übersichtlichkeit und in manchen Fachgebieten die Annahmewahrscheinlichkeit.

13) Compliance-Fallen vermeiden

  • Undefinierte Abkürzungen: Risiko einer sofortigen Desk-Rejection bei einigen Zeitschriften.
  • Behauptungen, die im Paper nicht belegt sind: Gutachter werden Unstimmigkeiten markieren.
  • Fehlende Studien- oder Preregistrierungs-IDs, wo erforderlich (z. B. klinische Studien, preregistrierte Experimente).
  • Übermäßig vorsichtige Formulierungen: „might possibly suggest“ → „suggests.“ Verwenden Sie stattdessen Eingrenzungsklauseln („in zwei städtischen Schulen“).

14) Abstract-Checkliste (Drucken)

  • [open] One-sentence gap and objective in plain language.
  • [open] Method named with design, data, timeframe, and scale (include n or corpus size).
  • [open] Key result stated once with magnitude and, if applicable, uncertainty.
  • [open] Implication clearly scoped (theory/method/policy/practice).
  • [open] Minimal jargon; all necessary terms glossed; no nonstandard acronyms.
  • [open] Numbers and units included where meaningful.
  • [open] Within the word limit; aligns with journal/discipline conventions.
  • [open] Title, keywords, and abstract tell the same concrete story.

15) Abschließender Gedanke: Präzision ist Überzeugungskraft

Das Abstract ist das Schaufenster Ihres Papers: ein kleiner Raum, der die richtigen Leser einladen muss. Dekorieren Sie es nicht mit vagen Behauptungen und schwammigen Formulierungen. Füllen Sie es mit dem Wesentlichen—Ziel, Methode, Daten, Ergebnis und Konsequenz—ausgedrückt in einer Sprache, die jeder sorgfältige Leser überprüfen kann. Selbst bei philosophisch tiefgründiger oder methodisch neuartiger Arbeit können Sie den intellektuellen Schritt sichtbar machen, indem Sie ihn an Objekte, Handlungen und Ergebnisse anknüpfen. Diese Konkretheit ist nicht nur stilistische Verfeinerung; sie ist wissenschaftliche Ethik. Sie respektiert die Zeit des Lesers und ermöglicht eine faire Bewertung.

Brauchen Sie Hilfe, um ein dichtes Paper in ein schlankes, konkretes Abstract zu komprimieren? Unsere Redakteure können strukturierte Versionen (150/200/250 Wörter) entwerfen, Keywords für bessere Auffindbarkeit optimieren und den Stil an die Autorenrichtlinien Ihrer Zielzeitschrift anpassen.



Weitere Artikel

Editing & Proofreading Services You Can Trust

At Proof-Reading-Service.com we provide high-quality academic and scientific editing through a team of native-English specialists with postgraduate degrees. We support researchers preparing manuscripts for publication across all disciplines and regularly assist authors with:

Our proofreaders ensure that manuscripts follow journal guidelines, resolve language and formatting issues, and present research clearly and professionally for successful submission.

Specialised Academic and Scientific Editing

We also provide tailored editing for specific academic fields, including:

If you are preparing a manuscript for publication, you may also find the book Guide to Journal Publication helpful. It is available on our Tips and Advice on Publishing Research in Journals website.