Three Kinds of Peer Review used by Academic and Scientific Journals

Drei Arten von Peer-Review, die von akademischen und wissenschaftlichen Zeitschriften verwendet werden

Jan 04, 2025Rene Tetzner

Zusammenfassung

Drei Hauptmodelle des Peer Review – single blind, double blind und open review – prägen jeweils Fairness, Transparenz und Verantwortlichkeit im akademischen Publizieren.

Single blind schützt Gutachter, kann aber Vorurteile oder Fehlverhalten fördern. Double blind reduziert vorurteilsbedingte Verzerrungen gegenüber Autoren, verbirgt die Identität jedoch selten vollständig. Open review erhöht die Verantwortlichkeit, kann aber Kritik abschwächen oder politische Einflüsse fördern.

Autoren: Passen Sie Ihre Einreichung an jedes System an, anonymisieren Sie sorgfältig und reagieren Sie professionell auf Feedback. Gutachter: Bleiben Sie objektiv, geben Sie Interessenkonflikte an und kritisieren Sie die Arbeit, nicht die Person. Herausgeber: Passen Sie Modelle an disziplinäre Normen an und sorgen Sie für Transparenz.

Im Wesentlichen: Kein System ist fehlerfrei. Der beste Begutachtungsprozess ist der, bei dem alle Beteiligten mit Integrität, Empathie und Strenge handeln – unabhängig vom Format.

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Drei Arten von Peer Review: Vor- und Nachteile und wie man sie meistert

Peer Review bleibt der Eckpfeiler des akademischen Publizierens – ein Prozess, der Zeitschriften hilft, Qualität zu bewahren, sicherstellt, dass Behauptungen durch Beweise gestützt werden, und Autoren vor der Veröffentlichung konstruktive Kritik bietet. Dennoch arbeiten nicht alle Peer Reviews nach denselben Prinzipien. Die meisten Zeitschriften verwenden eines von drei Systemen: single blind, double blind oder open review. Zu verstehen, wie jedes funktioniert – und wie man sich darauf vorbereitet – ist für Autoren und Gutachter gleichermaßen wichtig.

1) Warum Peer Review wichtig ist

Peer Review erfüllt drei sich überschneidende Zwecke: Qualitätskontrolle, Aufbau von Glaubwürdigkeit und Vertrauen der Gemeinschaft. Es filtert schwache Forschung heraus, verbessert die Klarheit und Reproduzierbarkeit guter Arbeiten und versichert den Lesern, dass veröffentlichte Ergebnisse feldspezifische Standards erfüllen. Das System funktioniert jedoch nur, wenn Gutachter, Herausgeber und Autoren ihre Rollen und Grenzen verstehen.

2) Single Blind Review: Der traditionelle Standard

Im Single-Blind-System ist die Identität des Gutachters verborgen, während der Name und die Zugehörigkeit des Autors sichtbar bleiben. Dieser Ansatz ist in den meisten Disziplinen nach wie vor vorherrschend – von Medizin und Biologie bis zu den Geisteswissenschaften –, da er Effizienz mit einem gewissen Schutz für die Gutachter verbindet.

Vorteile

  • Schutz der Gutachter: Anonymität ermöglicht offene Kritik, besonders wenn Nachwuchsgutachter erfahrene Wissenschaftler bewerten.
  • Redaktionelle Einfachheit: Redakteure verwalten Identitäten problemlos, was den Arbeitsablauf beschleunigt.
  • Transparenz der Urheberschaft: Gutachter können Glaubwürdigkeit und Kontext anhand der Autorenvita und Institution bewerten.

Nachteile

  • Risiko von Voreingenommenheit: Gutachter können—positiv oder negativ—von Ruf, Nationalität oder Geschlecht eines Autors beeinflusst werden.
  • Unverantwortlichkeit: Anonymität kann zu unnötig harschen, abweisenden oder blockierenden Kommentaren führen.
  • Missbrauchspotenzial: seltene Fälle umfassen Ideenklau, Verzögerungen, um konkurrierende Arbeiten zu "scoopen", oder Plagiate unveröffentlichter Daten.

Obwohl die meisten Gutachter professionell handeln, fördert Anonymität gelegentlich unkonstruktives Verhalten. Redaktionen begegnen dem durch Gutachterschulungen und interne Kontrollen, aber Autoren können sich auch schützen, indem sie Kommunikationen dokumentieren und Zeitschriften mit strengen ethischen Richtlinien wählen.

Tipp für Autoren: Bei Einreichungen unter Single-Blind-Begutachtung bewahren Sie einen professionellen Ton und korrekte Zitation. Versuchen Sie nicht, Gutachter zu erraten oder zu identifizieren—das verstößt gegen das Protokoll und kann zukünftige Einreichungen beeinträchtigen.

3) Double-Blind-Begutachtung: Das Streben nach Unparteilichkeit

Bei der Double-Blind-Begutachtung sind sowohl die Identitäten von Gutachter als auch Autor verborgen. Theoretisch schafft dies gleiche Bedingungen, sodass ein Manuskript ausschließlich nach seinen Verdiensten bewertet wird. Viele geistes- und sozialwissenschaftliche Zeitschriften bevorzugen inzwischen diesen Ansatz, und mehrere Förderorganisationen nutzen ihn für die Begutachtung von Anträgen.

Vorteile

  • Reduzierte Voreingenommenheit: Gutachter können (theoretisch) keine prestigeträchtigen Institutionen bevorzugen oder unbekannte Namen oder Länder diskriminieren.
  • Unterstützung für Nachwuchswissenschaftler: Einreichungen werden nach Qualität beurteilt, nicht nach Lebenslaufstärke.
  • Wahrgenommene Fairness: viele Autoren vertrauen diesem Modell mehr, was das Vertrauen in das Ergebnis stärkt.

Nachteile

  • Teilweise Anonymität: Gutachter können die Identität oft aus Schreibstil, Zitaten oder Forschungsgebiet erschließen.
  • Administrative Komplexität: die vollständige Anonymisierung von Manuskripten erhöht den redaktionellen Aufwand.
  • Persistente Voreingenommenheit: Gutachter können weiterhin nach theoretischer Übereinstimmung statt nach Beweisen urteilen.

Um das Double-Blind-System zu stärken, müssen Autoren alle identifizierenden Details—Danksagungen, Selbstzitate, Fördernummern und Institutsnamen—gemäß der Anonymisierungsanleitung der Zeitschrift genau entfernen. Gutachter müssen ihrerseits jedes Manuskript so behandeln, als stamme es von einem respektierten Kollegen, dessen Identität irrelevant ist.

Tipp für Gutachter: Wenn Sie glauben, die Identität des Autors zu erkennen, notieren Sie dies privat für die Redaktion und nicht in der Begutachtung. Bewerten Sie weiterhin ausschließlich nach wissenschaftlicher Qualität.

4) Offene Begutachtung: Transparenz und Rechenschaftspflicht

Die offene Begutachtung ist das neueste und am meisten diskutierte Modell. Hier sind Autor- und Gutachteridentitäten beide sichtbar. In einigen Zeitschriften werden Gutachten auch zusammen mit dem Artikel veröffentlicht, gelegentlich mit den Namen der Gutachter. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Geheimhaltung und Fehlverhalten zu beseitigen und Gutachter für ihre intellektuelle Arbeit zu belohnen.

Vorteile

  • Accountability: Gutachter sind sorgfältiger, konstruktiver und höflicher, wenn ihre Namen öffentlich sind.
  • Credit for reviewers: Benannte Gutachten können in einigen Bewertungssystemen als wissenschaftliche Leistungen zählen.
  • Transparency: Leser können sehen, wie sich ein Artikel durch Feedback entwickelt hat, was das Vertrauen in den Publikationsprozess verbessert.

Nachteile

  • Reduced candour: Gutachter könnten zögern, einflussreiche Autoren aus Angst vor Repressalien zu kritisieren.
  • Potential bias: Die Kenntnis der Identität des Autors kann prestigebasierte Präferenzen wieder einführen.
  • Reviewer recruitment: Weniger Experten könnten zustimmen teilzunehmen, wenn die Anonymität aufgehoben wird.

Trotz Bedenken breitet sich die offene Begutachtung aus – insbesondere in den medizinischen und Umweltwissenschaften – wo Verantwortlichkeit und Reproduzierbarkeit entscheidend sind. Es gibt auch hybride Formen, wie die „transparente Begutachtung“, bei der Berichte anonym veröffentlicht werden, aber mit vollständiger redaktioneller Korrespondenz.

5) Hybride und sich entwickelnde Modelle

Peer-Review ist nicht statisch. Einige Zeitschriften kombinieren Ansätze, um Fairness und Offenheit auszubalancieren:

  • Transparent review: Begutachtungsberichte sind öffentlich, aber die Namen der Gutachter bleiben vertraulich.
  • Collaborative review: Kommentare nach der Veröffentlichung ergänzen die formale Begutachtung.
  • Community review: Preprints laden zu offenen Online-Kommentaren vor der Einreichung bei Zeitschriften ein.

Diese Experimente zielen darauf ab, die Reproduzierbarkeit zu erhöhen, die Arbeit in der Gemeinschaft zu teilen und Peer-Review mit Praktiken der offenen Wissenschaft zu integrieren.

6) Vergleichende Übersicht

Modell Wer kennt wen? Hauptvorteile Hauptrisiken
Single Blind Gutachter kennt den Autor Effizient; schützt den Gutachter Potenzielle Voreingenommenheit oder Missbrauch
Double Blind Keiner kennt den anderen Reduziert Voreingenommenheit; fairer für neue Autoren Teilweise Anonymität; Verwaltungsaufwand
Open Review Beide Identitäten sichtbar Transparenz; Rechenschaftspflicht Zögerliche Kritik; weniger Freiwillige

7) Anleitung für Autoren

  • Lesen Sie die Richtlinien der Zeitschrift sorgfältig. Gehen Sie nie davon aus, dass überall dasselbe Modell gilt.
  • Passen Sie Ihr Manuskript an: anonymisieren oder entsprechend branden.
  • Professionell antworten: Auch voreingenommene oder fehlgeleitete Gutachten verdienen ruhige, evidenzbasierte Antworten.
  • Danken Sie den Gutachtern: aufrichtige Wertschätzung fördert Wohlwollen; Herausgeber erinnern sich an dankbare Autoren.
  • Dokumentation aufbewahren: Wenn Sie Fehlverhalten vermuten, melden Sie dies vertraulich dem Herausgeber oder Verlag.

8) Anleitung für Gutachter

  • Interessenkonflikte sofort offenlegen.
  • Kritik vom Ton trennen: Fokus auf Logik und Beweise, nicht auf persönliche Eigenschaften.
  • Konstruktiv schreiben: jeder Kommentar sollte das Papier verbessern oder seine Grenzen klären.
  • Fristen einhalten: rechtzeitige Begutachtungen schützen die gesamte Publikationskette.
  • Vertraulichkeit wahren: niemals unveröffentlichte Daten teilen oder zitieren.

9) Leitlinien für Herausgeber und Institutionen

  • Modell an Fachgebiet anpassen: einige Disziplinen schätzen Anonymität, andere Transparenz.
  • Gutachter schulen: kurze Module zu Verzerrungen, Ton und Ethik verbessern die Qualität in allen Systemen.
  • Vorsichtig experimentieren: neue Begutachtungsmodelle vor der vollständigen Einführung pilotieren.
  • Gutachter belohnen: Anerkennung des Dienstes mit Zertifikaten, DOIs oder formeller Würdigung.

10) Häufige Mythen über Peer Review

  • „Peer Review garantiert Wahrheit.“ Es verbessert die Genauigkeit, kann Fehler aber nicht ausschließen.
  • „[open] ist immer fairer.“ Verantwortlichkeit hilft, aber kulturelle Hierarchien sind weiterhin wichtig.
  • „Doppelblind ist in kleinen Fachgebieten unmöglich.“ Schwierig, ja, aber Anonymisierung und redaktionelle Prüfung verringern Lecks.
  • „Gutachter arbeiten für Zeitschriften.“ In Wirklichkeit dienen sie der Disziplin; Zeitschriften sind Hüter, nicht Eigentümer des Wissens.

11) Die Zukunft des Peer Reviews

Technologie und Kultur verändern, wie Wissenschaftler einander bewerten. Künstliche Intelligenz-Tools erkennen jetzt potenziellen Plagiat oder statistische Anomalien. Post-Publication-Peer-Review – über Plattformen wie PubPeer oder den konsultativen Prozess von eLife – lädt die Gemeinschaft zu Feedback über die Annahme hinaus ein. Im nächsten Jahrzehnt werden wahrscheinlich hybride Modelle entstehen, die Anonymität, Transparenz und offene Daten verbinden.

Letztlich kann kein Peer-Review-System Ethik ersetzen. Ob Identitäten verborgen oder offenbart werden, Integrität hängt davon ab, dass Einzelpersonen Kolleginnen und Kollegen mit Fairness und Respekt behandeln. Die Struktur liefert den Rahmen; die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen das Vertrauen ein.

Fazit: Das menschliche Element hinter jedem Modell

Einfaches Blindgutachten schützt die Gutachter, doppeltes Blindgutachten schützt die Autoren, und [open] schützt die Leser. Jede Methode bietet einen Teil des Fairness-Puzzles, aber keine ist fehlerfrei. Das beste System für die Wissenschaft wird nicht allein durch Richtlinien bestimmt – es hängt von den Menschen ab, die das jeweilige Modell mit Ehrlichkeit, Transparenz und Sorgfalt nutzen. Das Ziel ist in jeder Form dasselbe: Forschung, die der Prüfung standhält, sich durch Kritik verbessert und dem Fortschritt des Wissens dient.



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