Three Examples of Quantitative Research Methods for Academic Writing

Drei Beispiele für quantitative Forschungsmethoden für akademisches Schreiben

Feb 27, 2025Rene Tetzner
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Zusammenfassung

Quantitative Forschungsmethoden ermöglichen es Wissenschaftlern, reale Fragestellungen in messbare, analysierbare Daten umzuwandeln. „Quantitative Forschung“ ist jedoch keine einzelne Technik: Sie umfasst ein breites Spektrum von Designs, von groß angelegten Umfragen über kontrollierte Experimente bis hin zu naturalistischen Beobachtungen. Die Wahl der richtigen Methode – und deren korrekte Anwendung – ist entscheidend, um vertrauenswürdige, veröffentlichungsfähige Ergebnisse zu erzielen.

Dieser Artikel erklärt drei gängige Arten primärer quantitativer Forschung anhand praktischer, fiktiver Beispiele: eine per E-Mail durchgeführte Umfrage zu Einkaufsgewohnheiten, eine experimentelle Studie zur tiergestützten Therapie bei älteren Patienten und eine Beobachtungsstudie zum Kundenverhalten in einem lokalen Fast-Food-Restaurant. Für jedes Beispiel werden die Forschungsfrage, das Design, die Stichprobenstrategie, die Datenerhebungsverfahren und ethische Überlegungen skizziert. Dabei werden wichtige methodische Aspekte wie Stichprobengröße, Kontrollgruppen, Messinstrumente, informierte Einwilligung, Verzerrungen sowie die Bedeutung sorgfältiger Analyse und Interpretation hervorgehoben.

Die abschließenden Abschnitte verallgemeinern diese Fälle, um umfassendere Leitlinien für die Gestaltung und Ausarbeitung quantitativer Studien für akademische und wissenschaftliche Zielgruppen zu bieten. Sie betonen, dass Zahlen nur so aussagekräftig sind wie die Methoden, mit denen sie erhoben wurden, dass Einschränkungen stets anerkannt werden sollten und dass klares, präzises Schreiben entscheidend ist. Professionelles menschliches Korrekturlesen kann dabei helfen sicherzustellen, dass Ihre Beschreibung der Methoden und Ergebnisse genau, überzeugend und mit den Richtlinien der Zeitschrift oder der Dissertation übereinstimmt. Wenn Sie diese drei Kernmethoden sowie deren Stärken und Schwächen verstehen, sind Sie besser gerüstet, um den passendsten quantitativen Ansatz für Ihre eigenen Forschungsfragen auszuwählen und anzuwenden.

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Drei Beispiele quantitativer Forschungsmethoden für akademisches Schreiben

Einführung: Was quantitative Forschung wirklich beinhaltet

Quantitative Forschung wird oft als „Forschung, die Zahlen beinhaltet“ definiert, aber diese einfache Beschreibung verbirgt eine große Vielfalt. Im Kern zielt quantitative Forschung darauf ab, Fragen zu beantworten, indem numerische Daten gesammelt und mit statistischen Methoden analysiert werden. Diese Daten können aus Umfrageantworten, Experimenten, physiologischen Messungen, Tests oder Verhaltenszählungen stammen – und das gewählte Design hat einen großen Einfluss auf die Stärke und den Umfang Ihrer Schlussfolgerungen.

In akademischen und wissenschaftlichen Texten schauen Gutachter und Prüfer genau auf Ihre Methoden. Sie wollen wissen, ob Sie ein geeignetes Design verwendet haben, wie Sie Teilnehmer ausgewählt haben, wie Sie wichtige Variablen gemessen und Ihre Daten analysiert haben. Klare, präzise Beschreibungen Ihrer quantitativen Methoden helfen den Lesern, Ihren Ergebnissen zu vertrauen und deren Grenzen zu verstehen.

Um zu veranschaulichen, wie verschiedene quantitative Designs in der Praxis funktionieren, präsentiert dieser Artikel drei fiktive, aber realistische Beispiele:

  1. Eine Umfragestudie zu Einkaufsgewohnheiten.
  2. Eine experimentelle Studie zur tiergestützten Therapie bei älteren Patienten mit Demenz.
  3. Eine naturalistische Beobachtungsstudie des Kundenverhaltens in einem Fast-Food-Restaurant.

Jedes Beispiel wird in einem Gliederungsformat präsentiert, ähnlich dem, was ein Forscher in der Planungsphase eines Projekts entwickeln könnte. Diese Gliederungen sind zur Klarheit vereinfacht – ein echter Ethikantrag oder Methodenabschnitt würde mehr Details erfordern – aber sie heben die charakteristischen Merkmale, Stärken und Herausforderungen jeder Methode hervor.

Beispiel 1: Umfrageforschung zu Einkaufsgewohnheiten

1.1 Forschungsfokus und Zielsetzung

Unser erstes Beispiel verwendet eine Umfrage, um die Einkaufsgewohnheiten einkommensschwacher Familien in einem bestimmten städtischen Gebiet zu untersuchen. Der Forscher interessiert sich dafür, wie Preis und Verfügbarkeit die Entscheidungen beim Kauf von fettreichen versus fettarmen Lebensmitteln beeinflussen.

Forschungsfrage: Inwieweit beeinflussen der Preis und die Verfügbarkeit von ungesunden fettreichen Lebensmitteln im Vergleich zu gesunden fettarmen Lebensmitteln die Einkaufsentscheidungen einkommensschwacher Familien?

Hypothese: Niedrigere Preise und eine größere Verfügbarkeit von fettreichen Lebensmitteln ermutigen einkommensschwache Käufer, diese Optionen häufiger zu wählen als gesündere fettarme Alternativen.

1.2 Stichprobenziehung und Rekrutierung

Die Studie wird in Zusammenarbeit mit East Side Social Services durchgeführt, die Familien auf der Ostseite einer Stadt namens Civitas betreut. Um eine angemessene Stichprobengröße zu erhalten und Selektionsverzerrungen zu vermeiden, plant der Forscher, 1.000 Familien zur Teilnahme einzuladen:

  • Potenzielle Teilnehmer werden aus Kundenlisten der Sozialdienste, Aufzeichnungen der Food Bank und öffentlich zugänglichen Community-Mailinglisten identifiziert.
  • Familien werden mittels random sampling ausgewählt, um die Repräsentativität zu erhöhen.
  • Die Teilnahme ist freiwillig, und nur Befragte ab 17 Jahren werden in die Analyse einbezogen.

1.3 Umfragedesign

Das Instrument ist ein strukturiertes E-Mail-Fragebogen mit 30 geschlossenen Fragen. Diese Fragen umfassen:

  • Ja/Nein-Fragen: z. B. „Lesen Sie beim Einkaufen die Nährwertangaben?“
  • Multiple-Choice-Fragen: z. B. „Welche der folgenden Aussagen beschreibt Ihr Verhalten beim Einkauf von Lebensmitteln für die Pausenbrote Ihrer Kinder am besten?“ mit Optionen wie „Ich priorisiere den Preis“, „Ich priorisiere den Nährwert“ usw.
  • Likert-Skalen-Items: z. B. „Wie sehr stimmen Sie der Aussage zu: ‚Ich überprüfe immer die Fettangaben auf den Etiketten, bevor ich verarbeitete Lebensmittel kaufe‘?“ mit Antwortmöglichkeiten von „Stimme überhaupt nicht zu“ bis „Stimme voll zu“.

Die Umfrage sammelt auch demografische Informationen (Alter, Geschlecht, Familienstand, Haushaltseinkommen, Anzahl und Alter der Kinder), um Subgruppenanalysen zu ermöglichen und sicherzustellen, dass die Stichprobe die Zielpopulation widerspiegelt.

1.4 Anreize und ethische Überlegungen

Um die Teilnahme zu fördern, erhält jede Familie, die die Umfrage innerhalb von zwei Wochen abschließt, eine $10 Grocery Gift Card, gespendet von der East Side Grocers Association. Ethische Überlegungen umfassen:

  • ein Informationsblatt, das Zweck und Verfahren der Studie erklärt;
  • ein Einwilligungsformular, das die freiwillige Teilnahme und das Recht auf Widerruf bestätigt;
  • Verfahren zum Schutz der Vertraulichkeit (z. B. sichere Datenspeicherung, nur aggregierte Ergebnisse berichten).

1.5 Datenanalyse und Berichterstattung

Umfrageantworten werden in statistische Software zur Analyse eingegeben. Der Forscher berechnet:

  • deskriptive Statistik – Häufigkeiten und Prozentsätze für jede Antwortoption;
  • Quervergleiche – z. B. der Vergleich von Antworten über Einkommensgruppen oder Familiengrößen hinweg;
  • wo angebracht, inferenzstatistische Tests (Chi-Quadrat-Tests, t-Tests oder logistische Regression), um Zusammenhänge zwischen Variablen zu untersuchen.

Ergebnisse werden in Tabellen und Grafiken präsentiert, wobei die wichtigsten Erkenntnisse im Text beschrieben werden. Eine optionale offene Frage am Ende der Umfrage („Gibt es noch etwas, das Sie uns über Ihre Einkaufsgewohnheiten erzählen möchten?“) liefert qualitative Kommentare, die helfen, die Zahlen zu interpretieren und weitere Forschungsansätze vorzuschlagen.

Beispiel 2: Experimentelle Forschung zur tiergestützten Therapie

2.1 Forschungsfokus und Design

Das zweite Beispiel verwendet ein experimentelles Design, um zu bewerten, ob eine spezifische Therapie messbare Veränderungen bei den Patientenergebnissen verursacht. Hier untersucht der Forscher die Auswirkungen der tiergestützten Therapie auf soziale, emotionale und kognitive Funktionen bei älteren Patienten mit Demenz oder Alzheimer, die in der Langzeitpflege leben.

Forschungsfragen:

  • Verbessert die strukturierte Interaktion mit Therapiekakadus die sozialen, emotionalen oder kognitiven Funktionen bei älteren Patienten mit Demenz und Alzheimer?
  • Wie vergleichen sich diese Effekte mit denen standardmäßiger Freizeitaktivitäten?
  • Werden beobachtete Verbesserungen über mehrere Tage aufrechterhalten?

2.2 Teilnehmer und Gruppen

Die Studie wird in zwei Pflegeeinrichtungen durchgeführt – Shady Grove Retirement Villa und Sunny Shores Care Home. Die Stichprobe umfasst:

  • Versuchsgruppe: 13 Bewohner von Shady Grove und etwa 12 von Sunny Shores, die an wöchentlichen Gruppenaktivitäten teilnehmen. Diese Patienten wurden mit Demenz oder Alzheimer diagnostiziert und können an einer einstündigen Sitzung in einem Gemeinschaftsraum teilnehmen.
  • Kontrollgruppe: 11 Bewohner von Sunny Shores, die an einer ähnlichen wöchentlichen Freizeitaktivität teilnehmen, aber keine tiergestützte Therapie erhalten.

Die Teilnehmer werden in diesem vereinfachten Beispiel nicht zufällig zugewiesen, aber in einer groß angelegten Studie würde die Randomisierung kausale Schlussfolgerungen stärken.

2.3 Intervention und Verfahren

Die Intervention besteht aus einstündigen Sitzungen, in denen die Patienten mit einem Paar trainierter Galahs (rosafarbene Kakadus) namens Harry und Hermione interagieren. Die Sitzungen werden in Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Tiertrainer und dem Pflegepersonal gestaltet.

Die Studie verläuft wie folgt:

  1. Baseline-Bewertung: Am Tag vor der Therapiesitzung wird jeder Teilnehmer einfache Orientierungs- und Wohlfühlfragen gestellt (z. B. „Wie heißen Sie?“, „Wie alt sind Sie?“, „Welches Jahr ist es?“, „Wie fühlen Sie sich heute?“). Die Antworten werden mit einem standardisierten Formular aufgezeichnet.
  2. Therapiesitzung: Während der einstündigen Sitzung werden die Kakadus in den Freizeitraum gebracht. Der Trainer und ein Forschungsassistent betreuen die Vögel, während der Forscher und ein weiterer Assistent die Verhaltensweisen der Patienten gemäß vordefinierten Kriterien beobachten und aufzeichnen (Lächeln, Lachen, Gesprächsinitiation, Erinnern an vergangene Ereignisse, körperliche Zuneigung, Teilnahme an Aktivitäten usw.).
  3. Nachuntersuchungen: Die gleichen Orientierungs- und Wohlbefindensfragen werden einen Tag und drei Tage nach der Sitzung wiederholt, um kurzfristige und etwas längerfristige Veränderungen zu bewerten.

Die Kontrollgruppe in Sunny Shores folgt dem gleichen Bewertungsplan (vor, einen Tag nach und drei Tage nach einer standardmäßigen Freizeitsitzung ohne Tiere), was den Vergleich zwischen denen, die die Therapie erhielten, und denen, die sie nicht erhielten, ermöglicht.

2.4 Messung und Datenanalyse

Um beobachtetes Verhalten in quantitative Daten umzuwandeln, verwendet der Forscher Verhaltenscodierungsschemata. Zum Beispiel:

  • Jedes Lächeln, Lachen oder verbale Interaktion wird als eine Instanz positiver emotionaler oder sozialer Reaktion gezählt.
  • Korrekte Antworten auf Orientierungsfragen werden bewertet, um zu jedem Zeitpunkt eine einfache kognitive Funktionsbewertung zu erstellen.

Statistische Analysen könnten Folgendes umfassen:

  • Vergleiche innerhalb der Gruppe (z. B. Verwendung von Messwiederholungs-ANOVA oder nichtparametrischen Äquivalenten, um zu sehen, ob sich die Werte von der Ausgangslage bis zur Nachuntersuchung in der Experimentalgruppe ändern);
  • Vergleiche zwischen Gruppen (z. B. Vergleich der Veränderungen in der Experimentalgruppe mit denen der Kontrollgruppe).

Videoaufnahmen, falls erlaubt, können überprüft werden, um eine genaue Codierung sicherzustellen und die Übereinstimmung zwischen Beobachtern zu berechnen – ein wichtiger Indikator dafür, dass Verhaltensmessungen zwischen Beobachtern konsistent sind.

2.5 Ethische Überlegungen

Da diese Studie verletzliche Teilnehmer und Tiere einbezieht, stehen ethische Aspekte im Mittelpunkt:

  • Informierte Einwilligung: Einholung von Teilnehmern, die zustimmen können, oder von gesetzlichen Vertretern/Angehörigen für diejenigen, die nicht zustimmen können. Teilnehmer können jederzeit zurücktreten.
  • Wohlergehen der Tiere: Sicherstellung, dass die Kakadus human behandelt und nicht übermäßig gestresst werden, gemäß veterinärmedizinischen und ethischen Standards.
  • Genehmigung: Erhalten von einer regionalen medizinischen Kommission und dem Forschungsethik-Komitee der Universität.

Eine klare Dokumentation dieser Verfahren ist in jedem veröffentlichten Methodenteil unerlässlich.

Beispiel 3: Naturalistische Beobachtung in einem Fast-Food-Restaurant

3.1 Forschungsfokus und Kontext

Das dritte Beispiel verwendet naturalistische Beobachtung, um zu untersuchen, wie sich Menschen in einer realen Umgebung verhalten, ohne dass der Forscher eingreift. Der Schauplatz ist Pudgy’s Burgers, ein lokales Fast-Food-Restaurant in der Kleinstadt Quaintville. Der Franchise-Inhaber plant, das Restaurant zu schließen, aber einige Bewohner protestieren und behaupten, es sei der einzige Ort, an dem berufstätige Familien sich eine anständige Mahlzeit leisten und ihre Kinder drinnen spielen lassen können.

Forschungsfragen:

  • Machen Familien mit Kindern die Mehrheit der Restaurantkunden aus?
  • Kaufen Kunden, die Familien sind, tendenziell gesündere Optionen oder hauptsächlich fettreiche Artikel?
  • Verbringen Familien signifikante Zeit im Restaurant und nutzen es als angenehmen sozialen Raum?
  • Wie oft wird der Kinder-Spielbereich tatsächlich genutzt?

Der Forscher hat eine Arbeitshypothese – basierend auf lokalen Behauptungen und bestehender Literatur zu Fast Food und Familiengesundheit – dass Pudgy’s eine Ausnahme von allgemeinen Trends sein könnte, indem es wirklich als familienorientierter Raum dient.

3.2 Beobachtungsplan

Um diese Fragen zu beantworten, plant der Forscher eine Reihe von vierstündigen Beobachtungssitzungen an verschiedenen Tagen und Zeiten:

  • Beobachtungszeiträume sind so geplant, dass jede Öffnungszeit (Morgen, Mittag, Nachmittag, Abend) und jeder Wochentag mindestens zweimal über zwei Wintermonate (Januar und Februar) abgedeckt wird.
  • Während jeder Sitzung sitzt der Forscher mit Erlaubnis des Managers an einem Mitarbeitertisch in einer ruhigen Ecke und beobachtet unauffällig das Kundenverhalten.
  • Der Forscher interagiert nicht mit den Kunden, um deren Verhalten nicht zu beeinflussen (ein zentrales Prinzip der naturalistischen Beobachtung).

3.3 Datenerhebungsinstrument: Customer Fact Sheet

Um eine konsistente Datenerhebung zu gewährleisten, verwendet der Forscher für jeden Kunden oder jede Gruppe ein vorgefertigtes Customer Fact Sheet. Erfasste Variablen umfassen:

  • Datum und Uhrzeit des Besuchs;
  • Wetterbedingungen (die die Nutzung des Restaurants beeinflussen können);
  • Gruppenzusammensetzung (Anzahl der Erwachsenen, Anzahl und geschätztes Alter der Kinder);
  • ob die Bestellung zum Verzehr vor Ort oder zum Mitnehmen ist;
  • Arten von gekauften Speisen und Getränken (mit einem Kodierungsschema für „gesunde“ vs. „ungesunde“ Artikel);
  • Nutzung des Kinder-Spielbereichs;
  • ungefähre Aufenthaltsdauer;
  • beobachtbare soziale Interaktionen (z. B. Gespräche unter Familienmitgliedern, Interaktionen zwischen Gruppen, Hinweise auf Verweildauer).

Zur Ergänzung dieser Beobachtungen stellt der Manager anonyme Belegdaten zur Verfügung (z. B. gekaufte Artikel und Zeiten), die der Forscher nutzen kann, um Beobachtungszählungen zu validieren und Kaufmuster genauer zu untersuchen.

3.4 Stichprobenziehung und Analyse

Das Ziel ist es, Daten von mindestens 500 Kundeneinheiten (Einzelpersonen oder Gruppen) zu sammeln. Nach Abschluss der Datenerhebung analysiert der Forscher:

  • der Anteil der Kunden, die Familien vs. Einzelpersonen oder andere Gruppen sind;
  • die Häufigkeit, mit der gesunde Menüpunkte gewählt werden;
  • durchschnittliche Verweildauer im Restaurant bei Familien- vs. Nicht-Familiengruppen;
  • Muster in der Nutzung des Spielbereichs (z. B. nach Tageszeit, Alter der Kinder).

Beschreibende Statistiken (Prozentsätze, Mittelwerte, Standardabweichungen) fassen Verhalten zusammen, während Kreuztabellen und Chi-Quadrat-Tests Zusammenhänge untersuchen können (z. B. zwischen Gruppentyp und Wahrscheinlichkeit der Nutzung des Spielbereichs).

3.5 Ethische Überlegungen in der Beobachtungsforschung

Obwohl Beobachtungen an öffentlichen Orten oft keine individuelle Einwilligung erfordern, verlangt ethische Forschung dennoch:

  • Klarheit darüber, was aufgezeichnet wird (keine Namen oder identifizierende Details, nur allgemeines Verhalten);
  • Transparenz gegenüber Gatekeepern, wie dem Restaurantleiter, über Ziele und Umfang der Studie;
  • sorgfältiger Umgang mit allen Daten, die indirekt Personen identifizieren könnten.

Diese Überlegungen sind besonders wichtig beim Verfassen der Methoden- und Ethikabschnitte für die Veröffentlichung oder die Begutachtung durch ein Prüfungskomitee.

Von Beispielen zur Praxis: Lektionen für Ihre eigene quantitative Forschung

Diese drei Beispiele – Umfrage, Experiment und Beobachtungsstudie – veranschaulichen einige der Hauptkategorien quantitativer Forschung. Jede Methode hat charakteristische Stärken und Einschränkungen, und die von Ihnen gewählte Methode sollte immer aus Ihrer Forschungsfrage und praktischen Zwängen folgen.

4.1 Passen Sie Ihre Methode an Ihre Fragestellung an

  • Wenn Sie Muster oder Zusammenhänge beschreiben möchten, die sich über eine Population erstrecken (z. B. welcher Anteil der Menschen eine bestimmte Ansicht vertritt), kann eine Umfrage geeignet sein.
  • Wenn Sie kausale Effekte testen möchten (z. B. ob eine Intervention Ergebnisse verändert), ist in der Regel ein Experiment mit Kontroll- oder Vergleichsgruppen erforderlich.
  • Wenn Sie Verhalten in einem natürlichen Kontext beobachten möchten, ohne einzugreifen, ist naturalistische Beobachtung möglicherweise die beste Option.

4.2 Validität, Zuverlässigkeit und Verzerrung berücksichtigen

Unabhängig von der Methode müssen Sie Folgendes bedenken:

  • Interne Validität: Messen Sie das, was Sie zu messen glauben? Könnten andere Faktoren Ihre Ergebnisse erklären?
  • Externe Validität: Können Ihre Ergebnisse über Ihre spezifische Stichprobe oder Ihren Kontext hinaus verallgemeinert werden?
  • Zuverlässigkeit: Würde ein anderer Forscher mit derselben Methode ähnliche Ergebnisse erzielen?
  • Verzerrung: Gibt es systematische Faktoren, die Ihre Ergebnisse verfälschen könnten (z. B. Selbstselektion bei Umfragen, Beobachterverzerrung bei der Beobachtung, Placeboeffekte bei Experimenten)?

Gutes Forschungsdesign beinhaltet Strategien zur Reduzierung dieser Bedrohungen – zum Beispiel Zufallsstichproben bei Umfragen, Verblindung bei Experimenten, klar definierte Kodierschemata bei der Beobachtung und Triangulation über Methoden hinweg, wo möglich.

4.3 Analysieren und interpretieren Sie Ihre Daten sorgfältig

Zahlen zu sammeln ist nur der Anfang. Um Ihre Forschung veröffentlichungsfähig zu machen, müssen Sie:

  • wählen Sie geeignete statistische Tests für Ihr Design und Ihren Datentyp;
  • prüfen Sie Annahmen (Normalverteilung, Unabhängigkeit, Varianzhomogenität usw.);
  • berichten Sie nicht nur p-Werte, sondern auch Effektgrößen und Konfidenzintervalle, wo relevant;
  • interpretieren Sie Ihre Ergebnisse im Lichte der vorhandenen Literatur, nicht isoliert.

Zum Beispiel ist es im Umfragebeispiel interessant, dass 70 % der Befragten den Preis über die Ernährung stellen, aber es wird viel aussagekräftiger, wenn man es mit nationalen Daten oder früheren Studien in ähnlichen Gemeinschaften vergleicht. Ebenso muss eine kleine, aber statistisch signifikante Verbesserung der kognitiven Werte in der tiergestützten Therapie im Hinblick auf ihre praktische Bedeutung für die Lebensqualität der Patienten diskutiert werden.

4.4 Einschränkungen ehrlich anerkennen

Keine Studie ist perfekt. Die oben beschriebenen fiktiven Projekte haben alle Einschränkungen:

  • Die Umfrage kann unter Nicht-Antwort-Verzerrung leiden, wenn bestimmte Familientypen weniger wahrscheinlich daran teilnehmen.
  • Die experimentelle Studie kann aufgrund der kleinen Stichprobengröße und des Fehlens einer zufälligen Zuweisung nur begrenzt verallgemeinerbar sein.
  • Die Beobachtungsstudie kann durch jahreszeitliche Effekte beeinflusst werden (Winterverhalten kann sich vom Sommerverhalten unterscheiden) oder durch die Anwesenheit des Beobachters, selbst wenn dieser teilweise verdeckt ist.

Im akademischen Schreiben schwächt das Anerkennen dieser Einschränkungen Ihre Arbeit nicht; es stärkt Ihre Glaubwürdigkeit. Es zeigt, dass Sie sich bewusst sind, was Ihre Methoden zeigen können und was nicht, und es öffnet den Weg für zukünftige Forschungen, die auf Ihren Ergebnissen aufbauen.

Verfassen Ihrer quantitativen Methoden für die Veröffentlichung

Wenn Sie Ihre Methoden- und Ergebnisabschnitte schreiben, sind Klarheit und Transparenz entscheidend. Herausgeber und Gutachter erwarten, dass Sie genügend Details bereitstellen, damit andere Ihre Studie bewerten – und möglicherweise replizieren – können.

  • Beschreiben Sie Ihr Design: Geben Sie an, ob Ihre Studie querschnittlich, longitudinal, experimentell, quasi-experimentell oder beobachtend ist.
  • Erklären Sie Ihre Stichprobe: Geben Sie an, wie Teilnehmende oder Fälle rekrutiert wurden, welche Ein- und Ausschlusskriterien galten und wie groß die endgültige Stichprobe war.
  • Beschreiben Sie Ihre Instrumente und Messungen im Detail: Für Umfragen erläutern Sie, wie Sie Ihre Fragen und Skalen entwickelt oder ausgewählt haben; für Experimente und Beobachtungen geben Sie operationale Definitionen der Schlüsselvariablen an.
  • Skizzieren Sie Ihre Verfahren: Beschreiben Sie genau, was passiert ist, in welcher Reihenfolge und unter welchen Bedingungen.
  • Geben Sie Ihren Analyseplan an: Erklären Sie, welche statistischen Tests Sie verwendet haben und warum.

Stellen Sie abschließend sicher, dass Ihre Schreibweise klar und prägnant ist, frei von grammatikalischen und typografischen Fehlern. Fachzeitschriften und Prüfer erwarten einen hohen Standard an schriftlichem Englisch, besonders in den Abschnitten Methoden und Ergebnisse, wo Präzision am wichtigsten ist. Wenn Sie sich bezüglich Sprache oder Formatierung unsicher sind, kann ein erfahrener academic proofreader Ihnen helfen, Ihr Manuskript vor der Einreichung zu verfeinern.

Fazit: Quantitative Methoden klug auswählen und anwenden

Quantitative Forschung ist mächtig, weil sie es ermöglicht, Muster zusammenzufassen, Hypothesen zu testen und Schlussfolgerungen zu ziehen, die auf systematisch erhobenen Daten basieren. Aber diese Macht bringt Verantwortung mit sich: Sie müssen Methoden wählen, die zu Ihren Fragen passen, diese rigoros anwenden und ehrlich sowie klar berichten.

Die drei fiktiven Beispiele in diesem Artikel – eine Umfrage zu Einkaufsgewohnheiten, ein Experiment mit tiergestützter Therapie und eine Beobachtungsstudie in einem Restaurant – sind nur eine kleine Auswahl der vielen möglichen quantitativen Designs. Sie veranschaulichen jedoch die Arten von Entscheidungen, die alle Forschenden treffen müssen: was gemessen wird, wie gemessen wird, wen man untersucht, wie die Daten analysiert werden und wie die Ergebnisse interpretiert werden.

Wenn Sie Ihre eigenen Projekte planen, verwenden Sie diese Beispiele als Ausgangspunkte, nicht als Vorlagen. Passen Sie sie an Ihre Disziplin, Ihre Forschungsfrage sowie Ihre ethischen und praktischen Einschränkungen an. Kombinieren Sie sie, wo es angebracht ist (zum Beispiel Umfragen zusammen mit Beobachtungen), und lassen Sie sich stets von den Standards und Erwartungen Ihres Fachgebiets leiten. Mit durchdachtem Design, sorgfältiger Analyse und klarer akademischer Schreibweise – unterstützt durch fachkundige menschliche Korrekturlesung, wenn nötig – kann Ihre quantitative Forschung einen überzeugenden, gut fundierten Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs leisten.



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