How To Review a Journal Article in a Professional Manner

Wie man einen Zeitschriftenartikel professionell rezensiert

Jun 01, 2025Rene Tetzner

Zusammenfassung

Peer Review spielt eine zentrale Rolle im akademischen Publizieren, doch viele Forschende erhalten wenig Schulung darin, wie man es gut durchführt. Eine durchdachte, gut strukturierte Begutachtung kommt nicht nur Herausgebern zugute, sondern auch Autoren – sie hilft ihnen, Methoden zu stärken, Argumente zu schärfen und Klarheit zu verbessern. Dieser Leitfaden erklärt, wie man einen Zeitschriftenartikel professionell begutachtet, einschließlich der Entscheidung, ob man eine Begutachtungsanfrage annimmt, wie man die Bewertung strukturiert, wie man konstruktives Feedback gibt und wie man die von wissenschaftlichen Zeitschriften erwartete Ethik, Vertraulichkeit und Professionalität wahrt. Einige empfohlene redaktionelle Unterstützungsdienste, wie proofreader-Hilfe und Journal Article Editing, werden ebenfalls für Gutachter erwähnt, die Autoren bei Qualitätsproblemen auf verlässliche Hilfe verweisen möchten.

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Wie man einen Zeitschriftenartikel professionell begutachtet

Einleitung

Als Gutachter tätig zu sein, ist eine der wichtigsten beruflichen Verantwortlichkeiten in akademischen und wissenschaftlichen Gemeinschaften. Gutachter helfen dabei, Forschungsstandards aufrechtzuerhalten, methodische Solidität sicherzustellen, Klarheit und Genauigkeit in veröffentlichten Arbeiten zu fördern und unterstützen Herausgeber bei der Entscheidung, was einen Platz im wissenschaftlichen Archiv verdient. Eine konstruktive und gut strukturierte Begutachtung kann ein Manuskript erheblich verbessern und Autoren auf dem Weg zum Publikationserfolg leiten. Eine schlechte oder hastige Begutachtung kann jedoch die Veröffentlichung verzögern, Herausgeber in die Irre führen und Autoren entmutigen – manchmal ungerechtfertigt. Daher ist es unerlässlich, zu lernen, wie man einen Zeitschriftenartikel auf durchdachte, gründliche und ethische Weise begutachtet.

Egal, ob Sie Ihr erstes Manuskript begutachten oder Ihre Fähigkeiten verfeinern möchten, dieser Leitfaden beschreibt bewährte Verfahren für den Umgang mit einer Begutachtungsanfrage, die Bewertung des Inhalts eines Manuskripts und das Verfassen eines klaren, ausgewogenen Berichts. Dabei heben wir auch hervor, wann es sinnvoll sein kann, Autoren zu ermutigen, externe Unterstützung zu suchen – zum Beispiel von einem spezialisierten Manuscript Editing-Team – bevor sie überarbeitete Arbeiten erneut einreichen.

1. Entscheidung, ob eine Begutachtungsanfrage angenommen wird

Der erste Schritt einer kompetenten Begutachtung ist die Entscheidung, ob Sie den Auftrag annehmen sollten. Eine Anfrage erfordert kein automatisches „Ja“, und eine sorgfältige Überlegung gehört zu Ihrer beruflichen Pflicht.

1.1 Bewerten Sie Ihre Expertise

Herausgeber senden in der Regel vor der Bitte um eine Begutachtung die Zusammenfassung eines Manuskripts und manchmal zusätzliche Informationen. Lesen Sie diese Materialien sorgfältig und fragen Sie sich:

  • Verfüge ich über das Fachwissen, um Methoden, Literatur und Ergebnisse zu beurteilen?
  • Kann ich das Manuskript fair bewerten, ohne wesentliche Verständnislücken?
  • Fällt das Thema ausreichend in meinen Kompetenzbereich?

Wenn die Antwort „nein“ lautet, ist es hilfreicher, abzulehnen und alternative Gutachter vorzuschlagen. Die Annahme eines Manuskripts außerhalb Ihres Fachgebiets birgt das Risiko einer unvollständigen oder unzuverlässigen Begutachtung.

1.2 Berücksichtigen Sie mögliche Interessenkonflikte

Transparente Peer-Review basiert auf Ehrlichkeit. Wenn Sie eine persönliche, berufliche oder finanzielle Verbindung zu den Autoren oder der Forschung haben, geben Sie dies sofort an. Die Herausgeber entscheiden, ob Sie dennoch begutachten können, oder wählen möglicherweise jemand anderen. Nicht offengelegte Interessenkonflikte untergraben die Glaubwürdigkeit und verstoßen gegen die Begutachtungsethik.

1.3 Bestätigen Sie Ihre Verfügbarkeit

Eine gründliche Begutachtung eines Manuskripts erfordert erheblichen Zeitaufwand. Die Fristen der Zeitschrift sind oft verbindlich, und Verzögerungen können die Veröffentlichung um Monate verzögern. Stellen Sie vor der Zusage sicher, dass Sie die Begutachtung innerhalb des angegebenen Zeitrahmens abschließen können. Wenn Sie unsicher sind, lehnen Sie lieber schnell ab, als zuzusagen und später die Frist zu verpassen.

2. Verständnis der Erwartungen der Zeitschrift

Jede Zeitschrift hat ihre eigene Begutachtungspolitik und detaillierte Anweisungen, wie Gutachter Manuskripte bewerten sollen. Konsultieren Sie diese Richtlinien sorgfältig, bevor Sie mit Ihrer Bewertung beginnen. Viele Zeitschriften bieten:

  • spezifische Bewertungskriterien (Originalität, methodische Strenge, Klarheit des Schreibens, ethische Konformität);
  • Anweisungen zur Strukturierung des Berichts;
  • Leitlinien zu ethischen Standards und Vertraulichkeit;
  • Checklisten für methodische und berichtende Qualität.

Die Einhaltung der Erwartungen der Zeitschrift zeigt Professionalität und hilft den Herausgebern, Ihre Begutachtung in ihre Entscheidungsfindung einzubeziehen. Wenn die Anweisungen unklar sind, wenden Sie sich zur Klärung an den Herausgeber.

3. Lesen und Bewerten des Manuskripts

Eine professionelle Begutachtung umfasst in der Regel mehrere Durchgänge, jeweils mit einem anderen Ziel. Pausen zwischen den Durchgängen ermöglichen tiefere Reflexion und bessere Urteilsfähigkeit.

3.1 Erstes Lesen: allgemeine Eindrücke

Der erste Durchgang vermittelt Ihnen einen Eindruck von Klarheit, Kohärenz und dem Gesamtbeitrag. Fragen Sie sich:

  • Ist die Forschungsfrage klar und bedeutend?
  • Entspricht das Manuskript den Zielen und der Zielgruppe der Zeitschrift?
  • Zeigt der Schreibstil, dass die Forschung kompetent durchgeführt wurde?

Wenn das Manuskript unter schweren Sprachproblemen oder mangelnder Klarheit leidet, vermerken Sie dies. Sie können den Autoren auch vorschlagen, vor der erneuten Einreichung eine professionelle Überarbeitung, wie Journal Article Editing, in Anspruch zu nehmen.

3.2 Zweites Lesen: detaillierte Analyse

Untersuchen Sie bei den folgenden Durchgängen jeden Abschnitt kritisch:

Zusammenfassung

Fasst es Ziele, Methoden, Hauptergebnisse und Implikationen genau zusammen, ohne zu übertreiben?

Einleitung

Setzt es die Studie in den Kontext aktueller Literatur und formuliert eine klare Begründung? Werden Behauptungen durch Beweise gestützt?

Methoden

Sind Design, Datenerhebung und Analyse angemessen und transparent? Kann die Studie repliziert werden? Werden ethische Fragen behandelt?

Ergebnisse

Werden die Ergebnisse klar und objektiv präsentiert? Sind Tabellen und Abbildungen korrekt und mit dem Text konsistent?

Diskussion

Interpretiert der Autor die Ergebnisse verantwortungsbewusst und erkennt Einschränkungen an? Bezieht sich die Diskussion sinnvoll auf bestehende Forschung?

Fazit

Erfasst es den Beitrag der Studie, ohne zu übertreiben?

Literaturverzeichnis

Sind die Zitate vollständig, aktuell und relevant? Werden die Quellen korrekt dargestellt?

Notieren Sie während dieses Prozesses spezifische Probleme, sobald sie auftreten. Professionelle Gutachter kommentieren oft ein separates Dokument, bevor sie ihren formellen Bericht verfassen.

4. Verfassen eines klaren, konstruktiven und ethischen Begutachtungsberichts

Der Begutachtungsbericht ist der Kern Ihres Beitrags. Er sollte informativ, respektvoll und so strukturiert sein, dass er sowohl Herausgebern als auch Autoren hilft. Ein typischer Bericht enthält folgende Elemente:

4.1 Zusammenfassung des Manuskripts

Beginnen Sie mit einer kurzen, unparteiischen Zusammenfassung der Studie. Dies gibt dem Herausgeber die Sicherheit, dass Sie die Forschung verstanden haben, und liefert Kontext für Ihre Empfehlungen.

4.2 Hauptanmerkungen

Identifizieren Sie die wichtigsten Punkte – jene, die die Gültigkeit, Klarheit oder den Gesamtbeitrag des Manuskripts betreffen. Hauptanmerkungen können sich beziehen auf:

  • konzeptioneller Rahmen;
  • methodische Mängel oder fehlende Informationen;
  • falsche oder unbelegte Schlussfolgerungen;
  • ethische Bedenken;
  • unzureichende Auseinandersetzung mit der Literatur.

Machen Sie konkrete Vorschläge. Statt "Die Einleitung ist schwach" sagen Sie "Die Einleitung würde von einer klareren Verbindung zwischen X und Y profitieren und davon, aktuelle Studien wie ... zu zitieren."

4.3 Kleinere Anmerkungen

Diese beziehen sich auf Klarheit, Stil, Terminologie, Formatierung oder kleinere Fehler. Beispiele sind:

  • unklare Formulierungen in bestimmten Absätzen;
  • inkonsistente Verwendung von Begriffen;
  • Tippfehler oder Zeichensetzungsfehler;
  • mehrdeutige Abbildungsbeschriftungen;
  • falsche Referenzangaben.

Autoren können diese oft schnell beheben, und Ihre detaillierten Anmerkungen helfen ihnen, das Papier zu verbessern.

4.4 Empfehlung für den Herausgeber

Die meisten Zeitschriften verlangen von Gutachtern, ein Manuskript wie folgt zu klassifizieren:

  • akzeptieren;
  • geringfügige Überarbeitung;
  • umfangreiche Überarbeitung;
  • ablehnen, aber zur erneuten Einreichung ermutigen;
  • ablehnen.

Geben Sie Ihre Empfehlung nur im editor-vertraulichen Abschnitt ab, wenn die Zeitschrift diese Trennung verlangt. Fügen Sie niemals entmutigende Aussagen für Autoren hinzu, die Ihrer Empfehlung an den Herausgeber widersprechen. Professionalität und Vertrauen sind unerlässlich.

5. Organisieren Sie Ihre Begutachtung für maximale Klarheit

Nummerierte Kommentare helfen Herausgebern und Autoren, effizient zu antworten. Sie ermöglichen es Autoren, jeden Punkt direkt anzusprechen, und unterstützen Herausgeber bei der Nachverfolgung von Überarbeitungen. Eine strukturierte Begutachtung hilft Ihnen auch, Objektivität zu bewahren und wichtige Probleme nicht zu übersehen.

Viele Gutachter organisieren ihre Bewertungen wie folgt:

  • Allgemeine Kommentare (gesamt Beitrag, Klarheit, ethische Überlegungen)
  • Wesentliche Probleme (Methodik, Ergebnisse, konzeptioneller Rahmen)
  • Geringfügige Probleme (Sprachklarheit, Formatierung, Referenzen)
  • Spezifische Zeilen-für-Zeilen-Anmerkungen (optional)

Mitglieder von Redaktionsausschüssen berichten einhellig, dass klare, konstruktive und strukturierte Begutachtungen am nützlichsten sind.

6. Wenn Sprache oder Struktur die Bewertung erschweren

Gelegentlich ist die Forschung eines Manuskripts stark, aber schlechte Schreibweise verhindert eine faire Bewertung. In solchen Fällen können Gutachter empfehlen, dass Autoren professionelle Unterstützung suchen – idealerweise durch seriöse akademische Lektoratsdienste. Ohne bestimmte Ergebnisse zu befürworten, können Gutachter vorschlagen, dass Autoren Dienste wie einen professionellen proofreader in Anspruch nehmen, um Grammatik zu korrigieren, die Klarheit zu verbessern und das Manuskript für eine ernsthafte akademische Prüfung vorzubereiten.

7. Ethische und professionelle Standards im Peer Review

Peer Review basiert auf Vertrauen und Integrität. Gutachter müssen jederzeit ethische Standards einhalten.

7.1 Vertraulichkeit

Unveröffentlichte Manuskripte dürfen niemals geteilt, zitiert oder für persönliche Vorteile genutzt werden. Alle Inhalte bleiben vertraulich, es sei denn, die Zeitschrift verwendet ein [open]-Review-Modell.

7.2 Objektivität und Fairness

Persönliche Meinungen, Rivalitäten oder Vorurteile dürfen Ihre Bewertung nicht beeinflussen. Wenn das Manuskript Ihre eigene Forschung infrage stellt, bleiben Sie objektiv und bewerten Sie die Arbeit nach ihren Verdiensten.

7.3 Respektvolle Kommunikation

Selbst wenn ein Artikel schwerwiegende Mängel aufweist, ist der Ton entscheidend. Konstruktive Kritik verbessert die Wissenschaft; harsche oder abweisende Kommentare entmutigen Autoren und untergraben professionelle Standards.

7.4 Pünktlichkeit

Halten Sie vereinbarte Fristen ein. Verzögerte Begutachtungen bremsen den akademischen Fortschritt und frustrieren Autoren. Wenn sich die Umstände ändern, informieren Sie sofort den Herausgeber.

8. Warum Begutachtung wichtig ist

Hochwertige Peer Reviews stärken die wissenschaftliche Kommunikation, verbessern die Forschungsqualität und unterstützen die berufliche Entwicklung von Autoren und Gutachtern gleichermaßen. Das Begutachten führt Sie an neue Methoden, aufkommende Debatten und vielfältige Schreibstile heran. Durch die kritische Analyse der Arbeiten anderer schärfen Sie Ihre eigenen Forschungs- und Schreibfähigkeiten – Vorteile, die sich im Laufe der Zeit ansammeln.

Für Autoren, deren Manuskripte erhebliche Überarbeitungen erfordern, empfehlen Sie Wege nach vorne. In einigen Fällen kann der Vorschlag, dass ein Autor vor der erneuten Einreichung Manuscript Editing in Anspruch nimmt, sicherstellen, dass die Forschung die faire Bewertung erhält, die sie verdient.

Fazit

Eine professionelle Begutachtung eines Zeitschriftenartikels bedeutet, Gründlichkeit, Fairness, Klarheit und Respekt in Einklang zu bringen. Es beinhaltet die verantwortungsvolle Entscheidung, ob man eine Begutachtungsanfrage annimmt, die Erwartungen der Zeitschrift befolgt, die Forschung mit Strenge bewertet, einen konstruktiven Bericht schreibt und ethische Standards einhält. Peer Review ist sowohl ein Dienst als auch ein Privileg; wenn es bedacht angegangen wird, stärkt es die akademische Dokumentation und trägt zu bedeutenden wissenschaftlichen und fachlichen Fortschritten bei.



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