Zusammenfassung
Im wissenschaftlichen Englisch enden Titel, Überschriften und die meisten Bildunterschriften normalerweise nicht mit einem Punkt. Ausnahmen gibt es und sie hängen von den Zeitschriftenregeln, der Art der Überschrift und dem Satzbau ab. Verwenden Sie einen Punkt, wenn der Hausstil dies verlangt; bei run-in-Absatzüberschriften; wenn Tabellen-/Abbildungsunterschriften vollständige Sätze oder mehrere Sätze enthalten; um Konsistenz bei ähnlichen Elementen zu wahren; und bei bestimmten Nummerierungssystemen oder Querverweisen (z. B. „Abbildung 2.2“).
Wichtige Punkte: 1) Prüfen Sie die Autorenhinweise – der Hausstil hat Vorrang vor allgemeinen Gepflogenheiten. 2) Eingebettete Überschriften erhalten einen Punkt (oder Doppelpunkt). 3) Tabellen- und Abbildungsbeschriftungen benötigen oft Punkte; bei mehrsätzigen Beschriftungen jeden Satz punktieren. 4) Anhangstitel enthalten meist keine Punkte, aber mehrsätzige Überschriften benötigen sie dennoch. 5) Formate innerhalb eines Elementtyps konsistent halten. 6) Bei Nummerierungen Punkte nach einer einzelnen Zahl verwenden (z. B. „3. Methodik“) und zwischen hierarchischen Zahlen (z. B. „3.1.4 Methoden“), aber normalerweise nicht nach der letzten Zahl. 7) Besondere Schriftarten/-stile bis zum abschließenden Punkt durchziehen, wenn verwendet.
Fazit: Standardmäßig kein abschließender Punkt bei angezeigten Überschriften; dann Ausnahmen systematisch anwenden. Erstellen Sie ein einfaches Stil-Memo und eine Vorabprüfung, um Ihr Manuskript präzise, konsistent und zeitschriftenkonform zu halten.
📖 Vollständige Version (Zum Einklappen klicken)
Punkte in Titeln, Überschriften und Beschriftungen
Klare Regeln, häufige Ausnahmen und ein Workflow für konsistente, zeitschriftengerechte Formatierung
Nichts wirkt polierter – und mehr „im Stil“ – als Überschriften und Beschriftungen, die die Zeichensetzungsregeln der Zeitschrift genau einhalten. Im akademischen und wissenschaftlichen Englisch ist die Standardregel einfach: kein Punkt am Ende eines angezeigten Titels oder einer Überschrift. Dies gilt für Abschnittsüberschriften, Unterüberschriften und Überschriften über ergänzenden Elementen (Tabellen, Abbildungen, Anhänge). Dennoch gibt es in Zeitschriften und Stilhandbüchern spezifische Ausnahmen, deren Missverständnis zu unordentlichen, inkonsistenten Manuskripten und vermeidbaren Korrekturfragen führt. Dieser Leitfaden fasst die Konventionen zusammen, die Sie bei Verlagen sehen, und zeigt, wie man sie konsequent anwendet.
1) Hausstil schlägt Gewohnheit
- Überprüfen Sie immer die Autorenhinweise. Wenn die Zeitschrift sagt „Überschriften enden mit einem Punkt“, befolgen Sie das – auch wenn es in Ihrem Fachgebiet ungewöhnlich erscheint.
- Schauen Sie sich aktuelle Ausgaben an. Wenn die Vorgaben unklar sind, durchsuchen Sie veröffentlichte Artikel nach Mustern bei Überschriften, Tabellentiteln und Abbildungsbeschriftungen.
- Erstellen Sie ein einseitiges Memo. Halten Sie die Zeichensetzungsregeln der Zeitschrift für Überschriften, Tabellen-/Abbildungsbeschriftungen, Nummerierungen und Anhänge fest; teilen Sie es mit den Co-Autoren.
2) Eingebettete Überschriften: Die wichtige Ausnahme
Eingebettete (Absatz-)Überschriften sind Teil des Satzes im Fließtext und werden nicht in einer eigenen Zeile angezeigt. Sie erhalten normalerweise einen Punkt (oder manchmal einen Doppelpunkt), bevor der Absatz weitergeht.
| Typ | Beispiel | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Strukturierte Abstract-Labels | Methodik. Wir führten eine… | Einzelnes Wort/kurze Phrase, dann ein Punkt. |
| Eingebettete Zwischenüberschrift im Text | Primärer Endpunkt. Der Unterschied war… | Punkt oder Doppelpunkt; den Hausstil konsequent einhalten. |
3) Tabellenüberschriften: Oft der Ort für Punkte
Viele Zeitschriften bevorzugen einen Punkt am Ende von Tabellenüberschriften, besonders wenn die Überschrift einen vollständigen Satz bildet oder mehrere Sätze enthält.
- Einzelner Satz, beschreibender Titel: Einige Verlage lassen den Punkt weg; andere verlangen ihn. Folgen Sie den Musterartikeln.
- Mehrere Sätze: jeden Satz immer mit einem Punkt abschließen, auch den letzten.
| Besser | Warum |
|---|---|
| Tabelle 2. Ausgangsmerkmale der Stichprobe. | Vollständiger Satz → abschließender Punkt wird von vielen Zeitschriften bevorzugt/erforderlich. |
| Tabelle 3. Ein- und Ausschlusskriterien. Werte sind n (%). | Zwei Sätze → Punkte nach jedem Satz, einschließlich des letzten. |
4) Bildunterschriften: Punkte häufiger als nicht
Da Bildunterschriften typischerweise narrative Sätze sind, die erklären, was die Abbildung zeigt, enden sie meist mit einem Punkt; mehrsatzige Bildunterschriften werden an jedem Satz punktiert.
- Beispiel: Abbildung 1. Wöchentliche Teilnahme nach Gruppe (n = 642). Schattierter Bereich zeigt 95 % KI.
- Ausnahmefall: Einige Stile verlangen Punkte bei Abbildungen, aber nicht bei Tabellen – überprüfen Sie den Unterschied.
5) Anhänge und ergänzende Listen
Anhangstitel („Anhang A Methoden“) und ergänzende Listenüberschriften („Abkürzungen“, „Danksagungen“) lassen normalerweise den abschließenden Punkt weg. Wenn die Überschrift jedoch aus mehreren Sätzen besteht (selten, aber möglich), werden alle Sätze, einschließlich des letzten, punktiert.
6) Konsistenz bei ähnlichen Elementen
Einheitlichkeit geht vor persönlicher Vorliebe. Wenn eine Tabellenüberschrift aufgrund der Satzstruktur einen Punkt erfordert, setzen Sie Punkte bei allen Tabellenüberschriften des Manuskripts – kurz oder lang – es sei denn, die Zeitschrift erlaubt ausdrücklich gemischte Endungen.
7) Nummerierte Überschriften und Interpunktion
Die Nummerierung interagiert auf zwei Arten mit Punkten:
- Einzelne Zahl + Titel: Viele Stile setzen einen Punkt nach der Zahl und ein Leerzeichen vor dem Überschriftentext: 3. Methodik. Einige lassen den Punkt weg, und einige Tabellen-/Abbildungstitel verwenden einen Doppelpunkt (Abbildung 2: Studienablauf).
- Hierarchische Nummerierung: Punkte trennen die Ebenen, aber typischerweise nicht nach der letzten Zahl: 3.1.4 Mischmethoden (kein Punkt nach „4“).
| Stil | Beispiel | Kommentar |
|---|---|---|
| Abschnittsüberschrift | 2. Hintergrund | Punkt nach der Zahl + Leerzeichen. |
| Unterabschnitt | 2.3 Literaturübersicht | Punkte nur zwischen Zahlen. |
| Abbildungstitel | Abbildung 4: Sensitivitätsanalyse | Doppelpunkt wird in einigen Häusern häufig anstelle eines Punktes für Abbildungen/Tabellen verwendet. |
8) Querverweise und Mehrdeutigkeitsbeseitigung
Beim Verweisen auf Teile eines Dokuments können Punkte innerhalb der Referenz (nicht in der Überschrift selbst) entscheidend sein, um Verwirrung zu vermeiden.
- Mit Buchstaben versehene Anhänge: Abbildung B2 ist eindeutig.
- Nummerierte Anhänge: Bevorzugen Sie Abbildung 2.2 für „Abbildung 2 im Anhang 2“ statt Abbildung 22, da dies mehrdeutig ist.
9) Mehrsatzige Überschriften und Bildunterschriften
Wann immer eine Überschrift/Bildunterschrift aus mehr als einem Satz besteht (häufig bei Tabellentiteln mit Anmerkungen), setzen Sie nach jedem Satz einen Punkt – einschließlich des letzten Satzes.
Tabelle 4. Ergebnismaße nach Standort. Werte sind Mittelwert (SD), sofern nicht anders angegeben. Prozentsätze können aufgrund von Rundungen nicht 100 % ergeben.
10) Typografie und der abschließende Punkt
Wenn Sie eine spezielle Formatierung (Kursiv, Fett, Kapitälchen) auf eine Überschrift oder Bildunterschrift anwenden, erweitern Sie diese Formatierung auf das abschließende Satzzeichen wenn ein Punkt vorhanden ist. Eine fette Bildunterschrift mit einem normalen Punkt wirkt unvollständig.
11) Fachspezifische Nuancen
- STEM (nummerierte Ergebnisse): Bildunterschriften lesen sich häufig wie Sätze → enden mit Punkten; Tabellenüberschriften oft ebenfalls.
- Geisteswissenschaften: Angezeigte Überschriften enden praktisch nie mit Punkten; lange, beschreibende Bildunterschriften werden dennoch als Prosa punktiert.
- Recht/Medizin (Hausmanuale): Folgen Sie lokalen Handbüchern (z. B. AMA, Bluebook-Derivate), die die Zeichensetzung von Bildunterschriften festlegen können.
12) Schneller Entscheidungsbaum
- Ist es ein angezeigter Titel/Überschrift? → Standard: kein abschließender Punkt.
- Ist es eine Einleitungsüberschrift? → Verwenden Sie einen Punkt (oder Doppelpunkt je nach Stil), und führen Sie dann den Satz fort.
- Ist es eine Tabellen-/Abbildungsunterschrift? → Wenn es ein vollständiger Satz ist, fügen Sie einen Punkt hinzu; bei mehreren Sätzen setzen Sie nach jedem einen Punkt.
- Werden Überschriften nummeriert? → Verwenden Sie Punkte nach der Zahl (z. B. „3. Überschrift“) und zwischen Hierarchieebenen („3.1.4 Überschrift“), typischerweise kein Punkt nach der letzten Zahl.
- Wird Konsistenz bei ähnlichen Elementen gewährleistet? → Richten Sie alle Tabellen nach einer Regel aus; richten Sie alle Abbildungen nach einer Regel aus.
13) Vorher/Nachher Beispiele
| Schwach/nicht konform | Verbessert (journal-aligned) | Warum |
|---|---|---|
| Tabelle 1. Ausgangsmerkmale | Tabelle 1. Ausgangscharakteristika. | Die Zeitschrift verlangt Punkte bei Tabellenüberschriften, die einen Satz bilden. |
| Abbildung 3. Studienflussdiagramm | Abbildung 3: Studienflussdiagramm | Der Hausstil verwendet Doppelpunkt nach Abbildungsnummern; konsequent anwenden. |
| Anhang 2. Ergänzende Analysen. | Anhang 2 Ergänzende Analysen | Angezeigte Anhangstitel lassen typischerweise den abschließenden Punkt weg. |
| Primärer Endpunkt: Der Unterschied war… | Primärer Endpunkt. Der Unterschied war… | Laufendes Label mit Punkt vor dem Absatztext abgeschlossen. |
14) Häufige Fallstricke (und wie man sie behebt)
| Fallstrick | Folge | Beheben |
|---|---|---|
| Mischung von Endungen innerhalb desselben Elementtyps | Inkonsistentes Erscheinungsbild; Korrekturhinweise | Wählen Sie eine Regel pro Elementtyp (alle Tabellen, alle Abbildungen) und wenden Sie sie global an. |
| Vergessen stoppt bei mehrsatzigen Bildunterschriften | Fortlaufender Stil; Mehrdeutigkeit | Nach jedem Satz, auch dem letzten, einen Punkt setzen. |
| „Figure 22“ verwenden, um „Figure 2 im Anhang 2“ zu meinen | Mehrdeutigkeit | „Figure 2.2“ für nummerierte Anhänge verwenden; „Figure B2“ für mit Buchstaben gekennzeichnete. |
| Überschrift formatieren, aber nicht den abschließenden Punkt | Visuell störend | Fett/kursiv kleine Kapitälchen bis zum abschließenden Punkt erweitern, wenn verwendet. |
| Ignorieren der Journal-Konvention für Doppelpunkt vs. Punkt | Nicht konforme Bildunterschriften | Genau die Zeichensetzung übernehmen (z. B. „Figure 4: …“ vs. „Figure 4. …“). |
15) Micro-Style Guide (Drop-in für Ihr Manuskript)
- Displayed headings (all levels): kein abschließender Punkt.
- Run-in headings: Punkt (oder Doppelpunkt je nach Journal) vor dem Fließtext.
- Tables: Punkt am Ende, wenn die Überschrift einen Satz bildet; alle Tabellenüberschriften einheitlich behandelt.
- Figures: Punkt am Ende; mehrsatzige Bildunterschriften vollständig punktiert; Doppelpunkt nach „Figure n“ erlaubt, wenn vom Hausstil verlangt.
- Appendices: kein Punkt bei angezeigten Titeln; Punkte bei mehrsatzigen Überschriften.
- Numbering: „3. Überschrift“; hierarchisch „3.1.4 Überschrift“ (kein Punkt nach der letzten Zahl).
- Cross-refs: mit Buchstaben—„Figure B2“; nummeriert—„Figure 2.2“.
16) Ein 10-Punkte-Vorab-Check
- Hausstil überprüft; Musterartikel geprüft.
- Alle angezeigten Überschriften: keine abschließenden Punkte (außer wenn erforderlich).
- Alle Run-in-Überschriften: einheitlich mit Punkt (oder Doppelpunkt) abgeschlossen.
- Tabellen: einheitliche Endregel für alle Tabellen; mehrsatzige Überschriften vollständig punktiert.
- Abbildungen: einheitliche Endregel für alle Abbildungen; mehrsatzige Bildunterschriften vollständig punktiert.
- Anhangstitel: keine abschließenden Punkte; Nummerierung/Buchstabierung konsistent.
- Nummerierung: Punkte korrekt gesetzt („3.1.4 Überschrift“); Doppelpunkte vs. Punkte an Zeitschriftenpraxis angepasst.
- Querverweise: diskreditiert (2.2 vs 22; B2 vs 2.2, wo angebracht).
- Typografie: Fett/Kursiv bis zum abschließenden Punkt erweitert, sofern vorhanden.
- Globale Suche nach verstreuten gemischten Stilen (z. B. einige Bildunterschriften mit Doppelpunkt, andere mit Punkt).
17) Vorlagen, die Sie kopieren können
Bildunterschrift (Punkte, zwei Sätze):
Abbildung 5. Angepasste Assoziation zwischen Exposition und Ergebnis (n = 1.042). Schattierte Bereiche zeigen 95%-Konfidenzintervalle.
Tabellentitel (einzelner Satz mit Punkt):
Tabelle 1. Ausgangsmerkmale der Teilnehmer bei der Einschreibung.
Run-in-Label:
Sekundäre Ergebnisse. Wir beobachteten keinen Unterschied in…
Anhangsnummerierung (diskriminiert):
Figure 1.2 (Abbildung 2 im Anhang 1); Figure B3 (Abbildung 3 im Anhang B).
Fazit
Satzzeichen am Ende von Titeln, Überschriften und Bildunterschriften scheint eine kleine Angelegenheit zu sein – bis es das nicht mehr ist. Lektoren und Satztechniker bemerken Inkonsistenzen sofort, und unklare Konventionen können Querverweise mehrdeutig machen. Das sicherste Muster ist, in angezeigten Überschriften keine Punkte zu setzen und sie dann gezielt dort hinzuzufügen, wo Struktur und Hausstil es erfordern: Run-in-Labels, satzartige Tabellen-/Abbildungsunterschriften (insbesondere mehrsatzige), spezifische Nummerierungsschemata und Querverweis-Diskriminierung. Legen Sie Ihre Regeln im Voraus fest, wenden Sie sie konsequent nach Elementtyp an und führen Sie vor der Einreichung eine kurze Prüfung durch. Ihr Manuskript wird sauberer lesbar sein, professioneller wirken und reibungsloser durch die Produktion laufen.